Spatenstich in Assling: „Alltagsradwege“ im Lienzer Talboden werden ausgebaut
Rund 4,8 Mio. Euro investieren die Gemeinden des Lienzer Talbodens gemeinsam mit Bund und Land in den Ausbau des Radwegenetzes. Der offizielle Spatenstich erfolgte am Freitag, 5. Juli, an der Drautalbundesstraße in Assling.
Die 15 Gemeinden des Planungsverbandes 36 – vereint in der strategischen Stadt-Umland-Kooperation „Zukunftsraum Lienzer Talboden“ – erstrecken sich über eine Fläche von 471 km² und zählen rund 28.000 Einwohner. Seit 2013 arbeiten die Gemeinden in Infrastruktur- und Standortentwicklungsfragen eng zusammen – so auch im Bereich der Mobilität.
Im Rahmen des offiziellen Spatenstichs zum Projekt stellten die Lienzer Bürgermeisterin LA Elisabeth Blanik, der Oberlienzer Bürgermeister BR Markus Stotter (Obmann des PV 36), der Asslinger Bürgermeister Reinhard Mair und Johannes Nemmert, Leiter des Baubezirksamtes Lienz, das aktuelle Projekt „Alltagsradwege Planungsverband 36″ vor.
„Um die Anbindung an die Stadt und die Vernetzung mit den Nachbargemeinden durch eine aktive Mobilität zu fördern, wird in den nächsten zwei Jahren das sogenannte Alltagsradwegenetz umfassend ausgebaut. Wie in vielen anderen Bereichen sind wir auch in Sachen Radwege in Osttirol Vorreiter. Mehr als 18.000 Personen pendeln täglich in den Lienzer Talboden ein. Wie alle geplanten Alltagsradwege führt auch dieser neue im Sinne der Optimierung der Mobilitätsketten zum Mobilitätszentrum Bahnhof Lienz, wo sämtliche Schnittstellen zum ÖPNV (Bahn und Bus), großzügige Radabstellzonen und ein eigener Bahnsteig für Radfahrgäste vorzufinden sind“, erklärte die Lienzer Bürgermeisterin beim Spatenstich in Assling. Die dortige Anbindung des Ortsteils Thal an den neugestalteten Bahnhof stellt den ersten Bauabschnitt dieses Großprojektes dar.

Rund 4,8 Millionen Euro investieren Bund (Klimaaktiv mobil Radverkehr), Land (Tiroler Radkonzept) und die Planungsverbandgemeinden in dieses Projekt. „Damit wollen wir erreichen, dass das Radfahren und Zufußgehen als umweltschonende und gesunde Mobilitätsform im Lienzer Talboden bequemer und sicherer möglich ist“, so Blanik.
Mit dem Projekt sollen Lückenschlüsse und Engstellen im bestehenden Radwegenetz zwischen den Talbodengemeinden und der Stadt Lienz verkehrssicher gemacht und geschlossen werden. „Dieses Projekt ist wieder einmal ein Paradebeispiel für gute Zusammenarbeit im Lienzer Talboden. Bei solchen Projekten sind viele Verhandlungen mit Grundeigentümern und Partnern zu führen. Wir konnten im Zuge der Planungen auch auf die ausgezeichneten Personalressourcen der Stadt Lienz und die hervorragende Expertise des Baubezirksamtes zurückgreifen. Auch der Obmann der Radwege Osttirol, Harald Haider, war und ist uns bei der Planung und Umsetzung eine große Hilfe“, betonte Bgm. Markus Stotter, Obmann des Planungsverbandes 36.
Projekt „Alltagsradwege Planungsverband 36”
Geplante Projektosten: 4,8 Mio. Euro brutto
Neuerrichtung: ca. 7.100 m Alltagsradweg und Radwege-Brücke in Stribach
Bauliche Umsetzung: 2024 bis 2026
In folgenden Gemeinden werden im Rahmen des Projektes Baumaßnahmen am Radwegenetz umgesetzt: Stadt Lienz, Marktgemeinde Nußdorf/Debant, Dölsach, Oberlienz, Leisach, Assling, Tristach, Lavant
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Stadt Lienz/Bernd Lenzer