PV Zukunftsraum Lienzer Talboden stellt wichtige Weichen für „digitale Zukunft“

Bei einer Klausurveranstaltung diskutierten Vertreter*innen der 15 Gemeinden des Planungsverbandes 36 über die künftige interkommunale Zusammenarbeit im Lienzer Talboden.

Neben der Fortsetzung des erfolgreichen Projektes „RegioNet®“ und der geplanten Netzverdichtung werden konsequent die nächsten Schritte in Richtung „Digitaler Datenraum“ zu einer smarten Region sowie die Stärkung der Impulskraft als Wirtschafts- und Lebensraum gesetzt. Als Kernthemen werden dabei der Ausbau eines LoRa-Wan-Systems für das Verbandsgebiet und die Digitalisierung kommunaler Abläufe, Prozesse und Dienste sowie die enge Zusammenarbeit mit den heimischen Wirtschaftsbetrieben zu einer vernetzten, wettbewerbsfähigen, smarten Region forciert.

Aufbauend auf die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem „Digitale Zukunftsbild für die Region“ wurden im Rahmen des LEADER-Projektes „Digitaler Datenraum“ erste Anwendungen in Pilotgemeinden realisiert und die rechtlichen sowie ökonomischen Rahmenbedingungen definiert. „In der Herbstklausurtagung haben wir unsere Ressourcen auf die Umsetzung eines digitalen Datenraumes Lienzer Talboden konzentriert. Wir wollen im Hinblick auf die Bedarfe der Energiewende neue Wege der Digitalisierung, des sparsamen Umgangs mit Energie und der Anwendung alternativer Energieformen vorantreiben“, berichtet Bgm. Markus Stotter, Obmann des Planungsverbandes 36.

Der Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim, Andreas März, präsentierte das digitale Gründerzentrum „Stellwerk18“ und gab Einblicke in die Aktivitäten und Erfolge der Stadt-Umland-Kooperation SUR (Stadt-Umlandkooperation Rosenheim). Mit Vertreter*innen der EUREGIO Inntal wurden Erfahrungen im Umgang mit grenzüberschreitenden Kooperationen beraten und Aktivitäten der Vernetzung und des Erfahrungsaustausches gesetzt.

Mit der Fachhochschule Kufstein wurden digitale Anwendungen für kommunale Einsatzbereiche, insbesondere im Energie-, Gebäude- und Infrastruktursektor entwickelt, modellhaft umgesetzt und für die Anwendungen im Planungsverband Lienzer Talboden adaptiert. Mit der Energie Tirol, dem Landesenergiesparverein, wurden Anwendungen für eine interkommunale Energiegemeinschaft erörtert und mögliche Lösungen für den Lienzer Talboden aufgezeigt.

„Die Gemeinden des Zukunftsraums Lienzer Talboden zählen zu den ersten Anwendern digitaler Datenräume in Österreich. Die FH Kufstein Tirol begleitet die Gemeinden bei dieser Digitalisierungsoffensive und unterstützt sie bei ihren Umsetzungen mit wissenschaftlichem Know-how. Die Erfahrungen eines digitalen Datenraums Lienz lassen sich in der Folge auf Landes- und Bundesebene sowie die EUREGIO Tirol gut übertragen“, betonte Dr. Mario Döller, Rektor der FH Kufstein Tirol.

 

Text: Redaktion, Foto: Jasmina Steiner

07. September 2022 um