ÖBB-Fahrplan: Elisabeth Blanik wehrt sich gegen „Buslösung“ ab bzw. bis Greifenburg
Die geplante Zugverbindung zwischen Wien und Lienz morgens um 5.00 Uhr und abends um 22.40 Uhr soll vorerst in Greifenburg enden bzw. starten. Für LA Bgm. Elisabeth Blanik ist das inakzeptabel. Sie lehnt auch eine Buslösung gab.
Die ÖBB argumentierten mit Personalproblemen und stellten eine Buslösung für die 40 km lange Strecke von Greifenburg bis zum Bahnhof Lienz in Aussicht. Für die Lienzer Bürgermeisterin und Landtags-Vizepräsidentin Elisabeth Blanik ist die Stellungnahme der ÖBB nicht akzeptabel.
„Die Menschen im ländlichen Raum haben bei dieser Zugverbindung in den letzten Jahren schon sehr viel hinnehmen müssen: uralte Zugabteile, nicht funktionierende Klimaanlagen, defekte Toiletten und spontan weniger zur Verfügung gestellte Garnituren – aber dass die Tagesrandverbindung Wien-Lienz in Greifenburg enden bzw. starten soll, ist nicht zu akzeptieren und kann auch nicht toleriert werden“, teilt sie mit.
Den angedachten Vorschlag der ÖBB, die Bahnfahrer mittels Bustransfer zu ihren Zielen zu transportieren, hält Blanik für schwer zumutbar. „Eine Reise von Lienz nach Wien bzw. umgekehrt ist in den meisten Fällen äußerst gepäckintensiv, was ein Umsteigen in Busse mehr als erschwert. Vor allem, wenn man betagt oder körperlich beeinträchtigt ist. Auch Familien mit Kindern werden damit vor große Probleme gestellt“, so Blanik. Letztlich betreffe die Thematik nicht nur Lienz, sondern sämtliche Orte und Haltestellen in Oberkärnten und Osttirol, die am Streckenverlauf liegen.
Die ÖBB verweisen auf die Fahrplanpräsentation am 16. September. Erst mit dem Winterfahrplan stehe fest, wie der Zug geführt wird.
Text: Redaktion, Foto: Stadt Lienz/Bernd Lenzer
