Nationalpark Hohe Tauern: Deklaration als Bekenntnis zum Naturschutz unterzeichnet
Bei den Feierlichkeiten zum 50-Jahr-Jubiläum der „Heiligenbluter Vereinbarung“ wurde auch das Kunstwerk „Hoffnung“ des Kärntner Künstlers Hans-Peter Profunser enthüllt.
Vor 50 Jahren – genau am 21. Oktober 1971 – wurde in der Oberkärntner Gemeinde Heiligenblut der Grundstein für den heutigen Nationalpark Hohe Tauern gelegt. In der sogenannten „Heiligenbluter Vereinbarung“ bekannten die Landeshauptleute von Tirol, Kärnten und Salzburg ihre Absicht, den ersten Nationalpark Österreichs über alle drei Bundesländer hinweg zu gründen und damit die Hohen Tauern unter Schutz zu stellen.
„Der Nationalpark Hohe Tauern war und ist ein Vorreiter beim Naturschutz. Er hat aber auch ganz wesentlich zur touristischen Entwicklung Osttirols und zur Wertschöpfungssteigerung beigetragen und ist als Imageträger nicht mehr wegzudenken“, erklärte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, der am Samstag, 23. Oktober, in Heiligenblut gemeinsam mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler sowie LH Peter Kaiser (Kärnten) und LH Wilfried Haslauer (Salzburg) eine Deklaration unterzeichnete, in welcher sich Bund und Länder dazu bekennen, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, damit der Nationalpark Hohe Tauern und alle Nationalparks Österreichs erhalten und in ihrer Qualität und Größe weiter gestärkt werden.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Unsere Natur ist unser einzigartiger Schatz, den wir bewahren müssen. Mit der Unterzeichnung der Heiligenbluter Vereinbarung vor 50 Jahren haben wir eine richtungsweisende Entscheidung dafür getroffen und den Grundstein für die Nationalparks gelegt, so wie wir sie heute kennen. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen, damit auch unsere Kinder die schönsten Naturschätze noch erleben können.“
v.l.n.r.: Bgm. Martin Lackner (Heiligenblut), LH Günther Platter, Künstler Hans-Peter Profunser, LH Peter Kaiser, LR Ingrid Felipe, LR Sara Schaar, Ministerin Leonore Gewessler, NP-Dir. Peter Rupitsch, LR Daniela Gutschi, Martina Hörmer (Präsidentin Verein der Freunde), LR Martin Gruber
Hoffnung – Ein Kunstwerk für den Nationalpark Hohe Tauern
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Heiligenbluter Vereinbarung“ übergab der Verein der Freunde das Kunstwerk „Hoffnung“ offiziell an den Nationalpark Hohe Tauern. Die Präsidentin des Vereins, Martina Hörmer, freute sich, aus Anlass dieses wichtigen Ereignisses, dem Nationalpark Hohe Tauern am Vereinssitz beim Haus der Steinböcke in Heiligenblut dieses symbolische Geschenk überreichen zu dürfen. „Die Sponsorpartner des Vereins der Freunde unterstreichen damit die Bedeutung des Nationalparks Hohe Tauern für die Zukunft“, so Hörmer.

„Ein wichtiger Impuls für diese Arbeit war neben der Beobachtung in freier Wildbahn die Ausstellung im Haus der Steinböcke, wo ich von der Kraft, der Eleganz und der unglaublichen Geschicklichkeit des Steinwildes angetan war. Meine Vision vom Steinbock in Bewegung und seiner Grazie findet sich in der vier Meter hohen Stahlskulptur“, so der Künstler. Gleichzeitig soll sie auch den Eindruck einer geschundenen, malträtierten Kreatur erwecken, die an den rücksichtslosen, zerstörerischen Umgang mit der Natur gemahnt.
„Hoffnung“, der Titel der Skulptur, steht für das Kraftpaket Nationalpark Hohe Tauern und sein positives Wirken für die Zukunft. „Der bis zu acht Millimeter starke Cortenstahl wurde von Hand verformt, die Teile verschweißt und überschliffen. Die Skulptur ist auf einem drehbaren Sockel montiert. Sie soll eine Einheit mit dem Großglockner und dem Kirchturm bilden“, erklärte Profunser.
Text: Redaktion, Fotos: LPD Kärnten/Höher, NPHT/Schober

