Land Tirol setzt auf nachhaltiges Bauen: LLA Lienz und Schloss Lengberg
In die neue Schulmetzgerei der LLA Lienz werden rund 2,4 Mio. Euro investiert. Neue Zimmer und Aufenthaltsräumlichkeiten entstehen im Neubau zu Schloss Lengberg in Nikolsdorf.
„Die beiden Projekte haben eines gemein: Sie glänzen durch ihre nachhaltige Bauweise und sind Aushängeschilder für den modernen und umweltbewussten Hochbau des Landes Tirol“, so LH-Stv. Georg Dornauer nach der Besichtigung der beiden Hochbauprojekte am Montag, 6. Feber.
Die Landwirtschaftliche Lehranstalt Lienz feierte nach dem Baustart im Mai des Vorjahres gemeinsam mit Georg Dornauer die Fertigstellung des Rohbaus der Schulmetzgerei. „Der Neubau ist eine Bereicherung sowohl für die Schule als auch die gesamte Region: Mit der modernen Schlacht-, Zerlege- und Verarbeitungseinrichtung bekommen die Schülerinnen und Schüler der LLA Lienz die Möglichkeit, das Metzgerei-Handwerk noch besser kennenzulernen und zu erlernen. Gleichzeitig können auch direktvermarktende Betriebe aus der Region des Lienzer Talbodens die moderne Schlachtmöglichkeit nutzen. Damit fördern wir die Ausbildung an sich und erhöhen die Wertschöpfung für regionale Betriebe“, so Dornauer.
Besonders erfreut zeigte sich der Hochbaureferent auch über die geplante Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes. Gemeinsam mit der Anlage auf dem Mehrzweckgebäude der Schule können künftig bis zu 160 Kilowatt an Strom erzeugt werden. So wird ein wesentlicher Teil des Stromverbrauchs der LLA gedeckt. Im Vergleich zum Altbestand verfügt der Neubau über einen barrierefreien Zugang, bietet mehr Platz und entspricht den hohen hygienischen und lebensmittelrechtlichen Anforderungen. Fertiggestellt werden soll die Schulmetzgerei im Herbst 2023. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro.
LH-Stv. Dr. Georg Dornauer (links) mit Mag. Markus Einhauer (Direktor der LLA Lienz)
Nachhaltiges Bauen für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf
Ebenfalls in Sachen Nachhaltigkeit punktet das Bauprojekt am Schloss Lengberg in Nikolsdorf. Das ursprünglich bereits im 12. Jahrhundert erbaute Schloss, das sich im Besitz des Landes Tirol befindet, beherbergt seit dem Jahr 1956 den Verein „AufBauWerk – Unternehmen für junge Menschen“. Dieser unterstützt junge Menschen mit Unterstützungsbedarf durch Vermittlung von beruflichen Basisqualifikation, um sich auf den Berufseinstieg vorzubereiten.
Im Schloss selbst sind seit der Generalsanierung vor 15 Jahren Räumlichkeiten für die Schulungs- und Praxismodule untergebracht – darunter eine Werkstätte, eine Großküche und EDV-Räume. Im direkten Nahbereich des Schlosses entsteht nun ein Neubau mit Zimmern und kleinen Aufenthaltsbereichen. „Mit den neuen Einbettzimmern bekommen die BewohnerInnen gemütliche Unterkünfte, die zudem mehr Privatsphäre bieten. Gleichzeitig wurde Wert daraufgelegt, das Erscheinungsbild des Gebäudes unter Einbeziehung des Bundesdenkmalamts an das historische Schloss anzupassen“, erklärte LH-Stv. Georg Dornauer im Zuge der Projektpräsentation durch Architekt Paul Mandler, der mit seiner Planung beim ausgeschriebenen baukünstlerischen Wettbewerb überzeugen konnte.
Die Errichtung des Neubaus erfolgt besonders nachhaltig nach dem „klima aktiv”-Standard. Für die künftige umwelt- und ressourcenschonende Nutzung des Gebäudes wird beabsichtigt, eine Pelletheizung sowie eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Als nächster Schritt im Projektprozess wird nun in Abstimmung mit den künftigen Nutzern eine Terminplanung für den Bau erstellt.
Text: Redaktion, Fotos: LLA Lienz, Land Tirol