ÖVP Lienz fordert Investitionsprogramm für die Friedensiedlung
Mit ökologischer Sanierung sowie Erneuerung der Grünanlagen, Straßen und Gehsteige will die ÖVP wieder mehr Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil schaffen.
In den 1950er- und 1960er-Jahren ist die Friedensiedlung als wichtiges städtebauliches Wiederaufbau- und Erweiterungsprogramm in Lienz errichtet worden. Etwa 1.500 BürgerInnen bewohnen diesen Stadtteil im Südwesten von Lienz. „Heute weist dieser lebenswerte und gut erreichbare Stadtteil deutlichen Nachhol- und Sanierungsbedarf auf. Die Forderung nach günstigen Miet- und Eigentumswohnungen ist hier an sich bei guter Lebensqualität gegeben, aber die Realität zeigt ein Bild eines über die Jahre vernachlässigten Stadtteils“, erklärte Alexander Kröll, Spitzen- und Bürgermeisterkandidat der Lienzer ÖVP bei der bevorstehenden Gemeinderatswahl, bei einem Medientermin am Brixnerplatz.
„Ich will als Bürgermeister mit dem zentralen Wohnbauträger – Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Frieden – ein umfassendes Investitionsprogramm zur Aufwertung des Stadtteils initiieren“, so Kröll weiter.
„Im Unterschied zu anderen Stadtbereichen werden in der Friedensiedlung die Wohnobjekte noch vielfach mit Einzelfeuerungsanlagen beheizt, was für die BewohnerInnen mit vielen Mühen bei der täglichen Bereitstellung der Heizmaterialien verbunden ist und in Summe leider auch eine negative Beeinträchtigung der Luftqualität bedeutet. Zugleich sind die Grünanlagen, Spielbereiche und Gemeinschaftsräume in der Friedensiedlung sehr in die Jahre gekommen und in der Betreuung teilweise auch vernachlässigt worden“, so Kathrin Jäger, die bei der Gemeinderatswahl am 27. Feber auf der Liste „Zusammen für Lienz – ÖVP und Unabhängige“ kandidiert.
Auch der langjährige FPÖ-Mandatar im Lienzer Gemeinderat, Josef Blasisker, findet sich auf der Liste und war beim Medientermin in der Friedensiedlung anwesend. „Mit umfassender thermischer Sanierung könnte man auch Heizkosten sparen. Mit Unterstützung durch EU-Abgeordnete Barbara Thaler und der Wohnbaugesellschaft Frieden möchten wir über europäische Programme und Gelder der Tiroler Althaussanierung Fördermittel ansprechen, um allen BürgerInnen in der Friedensiedlung die bequeme und saubere Wärmeversorgung über die Stadtwärme zu ermöglichen. Vom Biomasseheizwerk in der Peggetz aus sollen im Sinne der Nachhaltigkeit alle Objekte in der Friedensiedlung an die Fernwärme angeschlossen werden“, so Blasisker.
„Mir ist es wichtig, allen Haushalten in Lienz dieselben Möglichkeiten zur Versorgung mit Wärme aus dem Biomasseheizkraftwerk zu ermöglichen. Teil dieses umfassenden Wohnbausanierungsprogrammes ist auch eine gute und ökologische Wärmedämmung. Zur Sicherung der Lebensqualität in der Friedensiedlung will ich mich auch intensiv um die Gestaltung der Grünanlagen sowie um die Erholungsbereiche und städtischen Infrastrukturen – wie Straßen, Gehsteige, Beleuchtung – kümmern“, erklärte Alexander Kröll.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger
