Zwei erschöpfte Bergsteiger vom Glockner geborgen

Ein Wiener und ein Villacher kamen am Sonntag, 9.9., auf der Görger-Schneid bei Nebel und einsetzender Dunkelheit nicht mehr weiter, Martin4 und Bergrettung bargen sie. 

Ein 37-jähriger Wiener und ein 27-jähriger Alpinist aus Villach waren am Sonntagnachmittag, 9.9.2012, auf der so genannten Blasl-Rampe – einer 70 Grad steilen Eisrinne – von Kärntner Seite auf den Großglockner unterwegs. Um ca. 18.30 Uhr erreichten sie die Görger-Schneid, den Einstieg zum Nordwest-Grat. Um 18.34 Uhr setzten die Alpinisten einen Notruf ab. „Die Bergsteiger waren ziemlich erschöpft, die einbrechende Dunkelheit und der Nebel verschärften die Situation noch, sodass sie nicht mehr weiterkamen und den Notruf absetzten“, schildert Alpinpolizist Franz Riepler die schwierigen Verhältnisse auf rund 3 600 Metern Seehöhe. Der Notarzthubschrauber Martin4 konnte den Villacher mit Hilfe eines 20 Meter langen Taus aus der Scharte herausfliegen, der Wiener Alpinist musste weiter dort verharren. Fünf Kalser Bergretter wurden vom Hubschrauber auf den so genannten „Oberen Bahnhof“, den Beginn des Eisleitls, geflogen, stiegen auf den Gipfel des Großglockners und von dort über den Nordwest-Grat hinunter. Sie bargen den 37-jährigen Wiener und brachten ihn über den Gipfel zur Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe). Beide Bergsteiger blieben unverletzt.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

10. September 2012 um