Wird Glocknerstraße UNESCO-Welterbe?
Die Republik Österreich hat mit Jahresende 2015 die Großglockner Hochalpenstraße via Bundeskanzleramt dem UNESCO-Welterbezentrum in Paris gemeldet.
Die seit Sommer 2015 denkmalgeschützte Straße wurde dem Welterbezentrum zur Nennung auf der Vorschlagsliste Österreichs übersandt. Die Großglockner Hochalpenstraße ist damit gemeinsam mit den Grenzen des Römischen Reiches, den Buchenwäldern, der Burg Hochosterwitz und anderen ein Vorschlag Österreichs zum Welterbe der Menschheit. Eine offizielle Bestätigung der Aufnahme in die nationale Vorschlagsliste wird Mitte Jänner 2016 aus Paris erwartet.
Die Eintragung in die Vorschlagsliste ist der erste internationale und offizielle Schritt in der Anerkennung der Großglockner Hochalpenstraße als UNESCO-Welterbe und in der Identifizierung potenzieller Welterbestätten eine absolute Voraussetzung. Die Nennung ermöglicht die Nominierung und Übergabe des Dossiers zum 1. Februar 2017. „Die Großglockner Hochalpenstraße könnte – nach einer erfolgreichen Bewertung durch den Internationalen Rat für Denkmalpflege ICOMOS und dem UNESCO-Welteerbekomitee – bereits im Sommer 2018 auf der Welterbeliste eingetragen werden und dort die österreichische Liste mit den derzeit neun Welterbestätten bereichern“, so Dr. Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG).
Welterbe zu werden ist für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, LH Dr. Wilfried Haslauer, ein Highlight und eine wichtige Weichenstellung, damit die zukünftige Sicherung der Straße als international anerkanntes Kulturgut und „Nationales Monument“ sowie der erfolgreiche Betrieb des touristischen Unternehmens GROHAG Hand in Hand gehen können. „Wir wollen die Wertschöpfung und den Mehrwert, die von der Großglockner Hochalpenstraße generiert werden, für die Menschen in den Regionen der Hohen Tauern langfristig sichern und ausbauen“, so Haslauer. Die GROHAG erarbeitet derzeit in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt, den Bundesländern Salzburg und Kärnten sowie einer größeren Anzahl von nationalen und internationalen Experten das Nominierungsdossier.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: www.grossglockner.at



