Winter bäumte sich noch einmal mächtig auf
In ganz Osttirol hat es gestern Montag und in der Nacht auf Dienstag stark geschneit, am meisten im Lesachtal – große Lawinengefahr in den Lienzer Dolomiten.
Am meisten geschneit hat es gestern Montag im Lesachtal, rund 60 cm Neuschnee kamen etwa in Kartitsch hinzu, in Anras rund 40 cm. In der Stadt Lienz hat es stärker geschneit als gegen Norden hin, rund 20 bis 30 cm Neuschnee fielen in Matrei und Virgen vom Himmel. Heute Dienstag gibt es laut meteo experts eine kurze Zwischenbesserung. „Morgen Mittwoch zieht es allerdings wieder zu, und in der Nacht auf Donnerstag kommt wieder ein Tief von Südwesten. Wir rechnen auch wieder mit ein wenig Schnee, in tieferen Lagen wie Lienz kann dies auch Regen oder Schneeregen sein“, so Mag. Werner Troger. Ab Donnerstag soll das Wetter wieder freundlicher werden, und die Temperaturen werden ansteigen. „Der Frühling wird den Durchbruch allerdings noch nicht schaffen, die Nächte bleiben frostig, und die Temperaturen untertags werden wahrscheinlich nicht über 15 Grad ansteigen“, schätzt Troger.
Der Lawinenwarndienst Tirol stuft die Lawinengefahr in den Tauern und in Zentral-Osttirol als erheblich (Stufe 3), in den Lienzer Dolomiten sogar als groß (Stufe 4) ein. „Im Süden Osttirols ist die Gefahr wegen der ergiebigen Neuschneemengen oberhalb etwa 1 800 m verbreitet groß. Hier muss man im Tagesverlauf auf Grund der zunehmenden Sonneneinstrahlung auch mit Selbstauslösungen von Lawinen rechnen, die vereinzelt auch exponierte Verkehrswege gefährden können“, heißt es im Lawinenlagebericht von Dienstag, 19. März, 7.30 Uhr.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images