Virgen: Informationsabend zu Katastrophenschutz
Die Murenkatastrophe vom August 2012 nahm die Gemeinde Virgen zum Anlass, um am 17. Mai 2013 umfassend über Katastrophen- und Zivilschutz zu informieren. „Zum Glück wurden bei der Murenkatastrophe am Firschnitzbach im vergangenen August keine Menschen verletzt. Die Ereignisse haben uns jedoch auch Verbesserungspotenzial in den Bereichen Katastrophen- und Zivilschutz vor Augen geführt. Deswegen wollen wir unsere Bevölkerung entsprechend informieren und sensibilisieren“, so der Virger Bürgermeister Ing. Dietmar Ruggenthaler am Freitagabend, 17. Mai 2013. Die Gemeinde Virgen lud zu einem Informationsabend über Katastrophen- und Zivilschutz in den Kultursaal. Zu Beginn wurde ein Kurzfilm über die Firschnitzbach-Mure gezeigt. Der Bürgermeister stellte die Gemeinde-Einsatzleitung und die Notwendigkeit der koordinierten Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen – wie Feuerwehr, Bergrettung, Lawinenkommission oder Polizei – vor. „Durchdachte Vorbereitungsmaßnahmen und gezielte Handlungen im Ernstfall können lebensrettend sein“, sagte Ruggenthaler. Übungen, Simulationen von möglichen Szenarien und Ausbildung der Einsatzkräfte seien unerlässlich, um für Großschadensereignisse oder Katastrophen gerüstet zu sein.
Das Interesse der Virgerinnen und Virger an Fragen des Katastrophenschutzes war aufgrund der Murenkatastrophe im vergangenen August besonders groß.
Richtiges und überlegtes Handeln der Bevölkerung in Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen sei wichtig, um Schäden zu vermeiden bzw. die Auswirkungen zu begrenzen. Der Informationsabend stieß auf großes Interesse seitens der Bevölkerung. Bezirkshauptfrau Dr. Olga Reisner stellte den Katastrophenschutz aus Sicht der Bezirkseinsatzleitung vor. Über das richtige Verhalten bei Gefahren informierte Robert Schneider, der stellvertretende Kommandant der Polizeiinspektion Matrei. Über Selbstschutzmaßnahmen und Eigenvorsorge sprach Mag. Bernd Eschgfäller vom Tiroler Zivilschutzverband in seinem Vortrag. Der Osttiroler Gebietsbauleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung, DI Otto Unterweger, referierte über Verbauungs- und Schutzmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung im Allgemeinen sowie über geplante Maßnahmen am Firschnitzbach sowie im gesamten Gemeindegebiet von Virgen in nächster Zeit.
v.l.n.r.: Robert Schneider, Stv.-Kommandant der Polizeiinspektion Matrei, Mag. Bernd Eschgfäller vom Tiroler Zivilschutzverband, BH Dr. Olga Reisner, DI Otto Unterweger von der Wildbach- und Lawinenverbauung
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Gemeinde Virgen

