Tscheche in Pallavicinirinne von Eisbrocken getroffen
3 tschechische Staatsbürger stiegen am 25.5. in die Pallavicinirinne am Großglockner ein. 100 Meter unter der Scharte löste sich ein großer Eisbrocken, der einen der Alpinisten traf.
Eine Seilschaft aus insgesamt fünf Personen (vier Männer und eine Frau) aus Tschechien hatte sich bereits am Samstag, 24.5., in Richtung des Gipfels aufgemacht. Bei der Biwakschachtel wurde übernachtet, bevor am frühen Sonntagmorgen gegen 5.00 Uhr drei der Bergsteiger in die Pallavicinirinne auf Kärntner Seite des höchsten österreichischen Berges einstiegen. Die Seilschaft befand sich ca. 100 Meter unterhalb der Scharte, als sich nach Aussagen des Verletzten ein rund ein Meter großer Eisbrocken löste und ihn am Unterarm traf. Der Tscheche trug schwere Verletzungen davon. Aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse – zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte im Unglücksbereich dichter Nebel – war eine direkte Bergung mittels Rettungshubschrauber nicht möglich.
Mitglieder der Bergrettung und der Alpinen Einsatzgruppe Spittal a.D. wurden per Polizeihubschrauber auf den Berg gebracht, von wo aus die Retter aus Heiligenblut mit einem Notarzt zur Unglückstelle abstiegen. Nach der medizinischen Erstversorgung konnte der Verletzte in den Bereich des sogenannten „Leitls“ gebracht werden, wo ihn gegen 17.00 Uhr der NAH Martin 4 aufnahm und ins BKH Lienz überstellte.
Text: Redaktion, Fotos: Brunner Images

