Tristach: Familie Ortner und ihre Leidenschaft für Huskys
Seit 2019 nehmen Josef und Marijana Ortner Huskys in Not auf und versuchen, ihnen ein gutes Zuhause zu geben. Künftig wollen sie auch andere an ihrer Leidenschaft teilhaben lassen.
Maxi, Ara, Iglu, Mylie, Denver, Neo, Milo, Layla und Shiva – inzwischen leben bereits neun Huskys im Einfamilienhaus von Familie Ortner in Tristach. „Mein Vater war Jäger, und so hatte ich schon als kleines Kind ein Faible für Hunde. Vor drei Jahren beschlossen wir dann, Hunde in Not aufzunehmen. Huskys haben mich immer schon besonders fasziniert – sie sind zutraulich und wild zugleich. Das typische Temperament der Siberian Huskys ist aber ein freundlich-sanftmütiges. Sie zeigen sich Fremden gegenüber stets kontaktfreudig“, erzählt Josef Ortner. Während der Woche ist der Tristacher im Bereich Spezialtiefbau auf Baustellen in ganz Österreich unterwegs. In dieser Zeit kümmern sich seine Frau Marijana sowie Tochter Fabienne (17) und Sohn Marcel (14) um die Vierbeiner.

„Ich bin auf einem Bauernhof in Bosnien aufgewachsen und habe dadurch schon als kleines Kind Hunde lieben und schätzen gelernt. Fabienne und Marcel haben uns darin bestärkt, Huskys aufzunehmen. Heute kann ich mir ein Leben ohne unsere Hunde nicht mehr vorstellen. Huskys sind sehr liebenswerte Tiere, aber auch ziemliche Sturköpfe. Vielleicht vertragen wir uns gerade deshalb so gut“, merkt Marijana lachend an.

Maxi war 2019 der erste Hund, den Familie Ortner in ihrem Haus in Tristach aufnahm. Inzwischen ist der Husky 4,5 Jahre alt. Denver, der jüngste Hund im Hause Ortner, hat vor Kurzem sein erstes Lebensjahr vollendet. „Wir wollen Hunden in Not ein gutes Zuhause ermöglichen. Tiere von Tierheimen nehmen wir ebenso auf wie Hunde von Privatpersonen. Jede Woche erhalten wir mehrere Anfragen, ob wir noch für weitere Tiere Platz haben“, erzählt Josef. Layla und Shiva – zwei Bettlerhunde vom Tierheim Hallein – waren die letzten Vierbeiner, die im Haus der Ortners eingezogen sind. „Sie sind früher nur herumgelegen. Wir bringen ihnen bei, an der Leine zu gehen und trainieren sie. Hunde müssen gefordert werden und brauchen Bewegung ebenso wie Kopfarbeit, also z.B. das Spielen mit Bällen.“

Um ihre Liebe zu den Huskys mit anderen teilen zu können, haben Josef und Marijana den Verein „Husky.Ortner.Osttirol“ gegründet. „Man kann jetzt schon Patenschaften übernehmen. Sobald alle tierschutzrechtlichen Genehmigungen vorliegen, wollen wir auch Husky-Tage, Husky-Stunden und Kuschel-Stunden anbieten. Ziel ist es, das Verständnis für diese Hunderasse zu fördern. Vor allem wollen wir Familien mit Kindern mit unserem Angebot ansprechen.“

Eine artgerechte Haltung ihrer Huskys liegt den Ortners aus Tristach besonders am Herzen. Darüber und auch in Sachen Schlittenhundesport tauschen sie sich regelmäßig mit anderen Husky-Liebhabern aus Südtirol, Nordtirol und Vorarlberg aus. „Durch den Kontakt mit erfahrenen Hundehaltern erhalten wir wertvolle Tipps in Sachen Fütterung, Training und so weiter. Wichtig ist, dass sich unsere Vierbeiner regelmäßig so richtig auspowern können. Dazu spannen wir sie vor den Schlitten bzw. auch vor das Quad. Wir bilden meist Zweier-Teams, manchmal ziehen aber all unsere neun Huskys den Schlitten. Mit unseren Hunden Touren in der verschneiten Winterlandschaft zu unternehmen, ist ein sehr schönes Erlebnis. Auch Fabienne und Marcel sind davon begeistert. Wir hoffen, dass wir dies bald auch mit anderen Menschen teilen können“, wünschen sich Josef und Marijana abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Martin Lugger





