Theaterabend am BG/BRG: Nichts – aber was für eines!

Am Freitag, 26. Juni 2015, fand am BG/BRG Lienz ein Theaterabend statt. SchülerInnen des Theatermoduls stellten sich einer ganz besonderen Herausforderung.

Unter Leitung von Prof. Arno Oberegger wurde das Jugendbuch „Nichts.Was im Leben wichtig ist“ der dänischen Autorin Janne Teller als Bühnenfassung adaptiert, einstudiert und auf die Bühne gebracht. Inhaltlich dreht sich in dem Buch alles um die Frage nach dem Sinn und der Bedeutung des Lebens. Der intelligente Schüler Pierre verlässt eines Tages die Schule und zieht sich auf einen Pflaumenbaum zurück. Von dort provoziert er seine Mitschüler mit Aussagen, wie „Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich auch nicht, irgendetwas zu tun.“ Sie sind irritiert darüber, versuchen ihn mit immer aggressiver vorgetragenen Argumenten und immer brutaler werdenden Opfern davon zu überzeugen, dass es doch so etwas wie „Bedeutung“ und „Sinn“ im Leben gibt. So werden auch in der Theaterfassung so manche Glaubenssätze behandelt und hinterfragt, wobei bei der existentiellen Suche nach Antworten keiner ohne Verletzungen zurückbleibt.

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Wo sind die Maßstäbe für bedeutungsvolles Handeln, wo liegen die Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen, wer oder was gibt und gebietet Halt? Im Rahmen des Theaterabends am BG/BRG in Lienz stellten sich diesen Fragen Dominik Wolf als der provokante, nihilistische Außenseiter Pierre und Victoria Singer als Agnes, seine entschiedenste Kontrahentin. Nadja Mattersberger, Johanna Mair und Anna-Pooja Plössnig, ebenso wie Sebastian Mairamhof, Matthias Niedertscheider und Raphael Rojko verkörperten mit Energie und viel Einsatz die Jugendlichen, für die der Baum der Bedeutung zum eigenen existentiellen Marterpfahl wird.

Das Publikum zeigte sich beindruckt von der erstaunlich authentischen, mitreißenden Darstellung der SchülerInnen und dem hohen Niveau der Inszenierung und belohnte die Aufführung mit viel Applaus.

Text: Redaktion, Fotos: BG/BRG Lienz/Dr. Roßbacher

27. Juni 2015 um