Star der Kletterszene im Matreier Kesslerstadl
Der junge Südtiroler Extremkletterer Simon Gietl spricht am Freitag, 23. November 2012, um 20.00 Uhr, im Kesslerstadl in Matrei über seine Erstbegehungen auf der ganzen Welt. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Doch auch wer etwas später beginnt, kann es in kurzer Zeit zum Superstar schaffen. Das beweist Simon Gietl aus dem Südtiroler Ahrntal – erst mit 18 beginnt er seine Kletter-Karriere. Doch inzwischen nimmt die faszinierende Welt der Vertikalen sein gesamtes Sein ein. Am liebsten widmet sich der gelernte Tischler alpinen Fels- und Eisrouten, die sowohl hohe Ansprüche an den Körper als auch an den Geist stellen. „Ich halte es mit Wolfgang Güllich, der den Kopf als den wichtigsten Muskel beim Klettern bezeichnete“, so Simon Gietl. Mit 24 Jahren bereits staatlich geprüfter Berg- und Skiführer trainiert der jetzt 28-Jährige Körper und Geist auch mit dem Anspruch, eigene Spuren in den alpinen Wänden zu hinterlassen. Bei seiner Multivisionsshow „First Ascents“ erzählt der junge Ausnahmekletterer am Freitag, 23. November 2012, im Kesslerstadl in Matrei von Erstbegehungen in den Dolomiten, in Grönland und auf der ganzen Welt. Sein 17-Stunden-Marathon durch alle Nordwandrouten der Drei Zinnen, die Sechs-Tages-Tour auf Matterhorn, Piz Badile und die Nordwand des Eiger gehören genauso zu seinen Erfolgen wie fünf Wintersolobegehungen bis zum Grad 6b+/A3+, Mixedklettern bis M10+ und alpines Klettern bis zum unteren 10. Grad.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Claudia Ziegler