7 Alpintote in Osttirol im bisherigen Sommer

Die Osttiroler Bergretter rückten in der heurigen Sommersaison bisher 47 Mal aus. Sieben Alpintote waren in Osttirols Bergwelt zu beklagen.Besonders viele Gäste und Einheimische nutzten im heurigen heißen Sommer die etwas höher gelegenen Gefilde, um sich zu erholen oder Sport zu betreiben. Damit stiegen auch die Unfallzahlen in den Bergen gegenüber dem Sommer 2014, der eher kälter und niederschlagsreich war, deutlich an. Fast 2.400 Menschen sind seit dem 1. Mai 2015 in Österreichs Bergwelt verunfallt – 43 Tote waren allein in Tirol zu beklagen. Laut Peter Ladstätter, Bezirksleiter der Bergrettung Osttirol, ist auch die Anzahl der Einsätze, zu denen Bergretter ausrückten, massiv angestiegen. „Es waren im heurigen Sommer – er ist ja noch nicht ganz vorbei – viel mehr Menschen in der heimischen Bergwelt unterwegs als im Vorjahr. Auch die Unfall- und Einsatzzahlen stiegen damit zwangsläufig an. Es gab Tage im Hochsommer, an denen die Bergrettung im Bezirk sechs Mal ausgerückt ist“, erklärt Ladstätter dazu.

Peter Ladstätter: „

Peter Ladstätter: „Die Wanderer und Bergsteiger bereiten sich heute anders vor als früher. Informationen holen sie sich vor allem aus den Internet.“

47 Mal rückte die Osttiroler Bergrettung seit 1. Mai zu Einsätzen im Gebirge aus. Peter Ladstätter weist besonders auch auf die große Bedeutung der richtigen Ausrüstung und des richtigen Gebrauchs hin. „Es ist natürlich sehr schön, dass immer mehr Menschen – vor allem auch junge – in der freien Natur und in den Bergen unterwegs sind. Sie informieren sich hauptsächlich über das Internet. Wichtig ist aber auch, die Informationen und Angebote der alpinkompetenten Vereine – Bergführer, Alpenverein, Alpinkompetenzzentrum und Bergrettung – in Anspruch zu nehmen. Dort gibt es wichtige Informationen über Ausrüstung, den richtigen Gebrauch, über Tourenplanung und Sicherheitsaspekte“, so Ladstätter.

Er appelliert auch, bei Unfällen sofort einen Notruf abzusetzen. „Im Notfall stehen die Tel.-Nummern 144 und 112 zur Verfügung. Wichtiger ist noch die Nummer 112 – vor allem im Ausland und im grenznahen Bereich, wo die Verbindung zur Nummer 144 oft nicht mehr hergestellt werden kann“, so Ladstätter abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: R. Mühlburger, M. Lugger

 

17. September 2015 um