Starkregen in Teilen Osttirols und Oberkärntens
Die Starkregen-Warnung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik bleibt weiterhin aufrecht. Von Freitag bis Samstag zeichnet sich ein weiteres Mittelmeertief ab.
Die ZAMG-Wetterwarnung gilt seit Mittwoch, 5.11., für Osttirol und Oberkärnten. Im Lienzer Becken hat es seit Mittwochnachmittag sehr viel geregnet. Bis Donnerstagvormittag wurden aus dem Bezirk Lienz aufgrund der starken Regenfälle aber noch keine größeren Probleme gemeldet. Die Feuerwehren haben bereits am Mittwoch begonnen, Bäche, die zu verklausen drohten, zu kontrollieren. In der Nacht auf Donnerstag habe es keine größeren Vorkommnisse gegeben, heißt es seitens der Polizei und der Feuerwehr. Aktuell hält in Osttirol und Oberkärnten in vielen Regionen der Regen an – vereinzelt fallen bis zu 200 Millimeter Regen, vor allem im Bereich der Karnischen Alpen. Die Schneefallgrenze liegt sehr hoch, zwischen 2000 und 2400 Meter. In Osttirol sollte lt. ZAMG der Regen morgen Freitag schwächer werden, in Kärnten dürfte sich das Wetter aber erst in der Nacht auf Sonntag beruhigen. Die Plöckenpassstraße zwischen Mauthen und dem Plöckenpass musste am Mittwochnachmittag bereits gesperrt werden, ein Erdrutsch verlegte die Fahrbahn. Die Straße wird nach aktuellen Angaben bis Donnerstagabend auf jeden Fall gesperrt bleiben.
Von Freitag bis Samstag zeichnet sich ein weiteres Mittelmeertief ab. Dann sind in Osttirol und Oberkärnten lt. ZAMG nochmals bis zu 70 Millimeter Regen möglich, im Bereich der Karnischen Alpen um 100 Millimeter. Am stärksten betroffen sind das Gailtal und das Drautal. Durch die großen Regenmengen kann es in den genannten Regionen zu Überflutungen und Vermurungen kommen, auch Flüsse und Bäche können Hochwasser führen. An der Gail erwartet der Hydrographische Dienst ein fünf- bis zehnjährliches Hochwasser. An der oberen Drau, der Lieser, Möll und Vellach werden ein- bis fünfjährliche Hochwasser erwartet. Im Hochgebirge steigt durch den vielen Neuschnee die Lawinengefahr.
Für Nordtirol wurde heute Vormittag, 6.11., im Bereich der Brennerautobahn ein Schneechaos gemeldet. Starke Schneefälle haben heute früh den Verkehr auf der Brennerautobahn (A13) für mehrere Stunden komplett zum Erliegen gebracht. In beiden Richtungen bildeten sich lange Lkw-Kolonnen, für die Schneepflüge gab es fast kein Durchkommen mehr. Aufgrund der prekären Verhältnisse und um die Schneeräumung zu ermöglichen, musste die Brennerautobahn zwischen Matrei und dem Brennerpass für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Am Vormittag wurden die in Richtung Italien fahrenden Lkws bereits bei Radfeld angehalten und auf dem Pannenstreifen der Inntalautobahn abgestellt. Auch die einzige lokale Ausweichmöglichkeit für Pkws über die B182 musste am Vormittag bei Gries am Brenner gesperrt werden.
Aktuelle Informationen finden Interessierte auf www.zamg.at/warnungen
Text: Redaktion, Fotos: clipart, Osttirol heute

