Spatenstich für Heim in Alt-Debant mit 90 Betten

In der Gemeinde Nußdorf-Debant wird derzeit am vierten Wohn- und Pflegeheim im Bezirk gebaut. 90 zusätzliche Pflegebetten werden ab Herbst 2016 zur Verfügung stehen.

Die übliche Struktur von klassischen Wohn- und Pflegeheimen will Architekt DI Anton Mariacher mit dem neuen Heim in Alt-Debant aufbrechen. „Grundsatz ist ein Miteinander von Bewohnern, Pflegepersonal und Verwaltung. Die Gemeinschaftsräume werden auf die Wohnebene geholt. Es soll ein kleines Dorf entstehen, das die Kommunikation und Mobilität der BewohnerInnen fördert“, sagte der gebürtige Osttiroler bei der Spatenstichfeier für das Wohn- und Pflegeheim in Nußdorf-Debant am Mittwochvormittag, 13. Mai 2015. 90 Menschen werden ab Herbst 2016 in der Marktgemeinde eine neue Heimat finden. „Es entsteht hier bei uns nicht nur eine der größten Pflegeeinrichtungen in Tirol, das neue Heim wird mit 70 Arbeitsplätzen auch ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in Nußdorf-Debant, 90 neue Einwohner bringen für uns auch Abgabenertragsanteile“, freute sich Bgm. Ing. Andreas Pfurner.

Durchwegen, Vernetzen, Ein- Aus- und Durchblicken, Orientieren, Kommunizieren und Menscheln waren für den Architekten Grundsätze bei der Planung des neuen Wohn- und Pflegeheimes.

Durchwegen, Vernetzen, Ein-, Aus- und Durchblicken, Orientieren, Kommunizieren sowie Menscheln sind für den Architekten Grundsätze bei der Planung des neuen Wohn- und Pflegeheimes.

Die Lienzer Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik, Obfrau des Gemeindeverbandes Bezirksaltenheime, bedankte sich im Namen der 33 Osttiroler Gemeinden für die kostenlose Bereitstellung des Baugrundstückes und der Erlassung die Erschließungskosten bei der Gemeinde Nußdorf-Debant. Anton Mariacher, ein gebürtiger Virger, der in Graz das Architekturbüro MA-Quadrat betreibt, ging aus dem EU-weiten Architekturwettbewerb mit 113 eingereichten Projekten als Sieger hervor. „Dieses Heim ist auch für unser Architekturbüro ein tragendes Projekt. Die Planung ist ein laufender Prozess, Ideen fließen auch nach Baubeginn weiter ein“, so Mariacher.

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Besonderer Dank wurde bei der Spatenstichfeier auch Franz Webhofer, Verwalter der Osttiroler Wohn- und Pflegeheime (3. von links), für die jahrelange Planungs- und Organisationsarbeit für das neue Heim ausgesprochen.

Von einem Freudentag für die Daseinsfürsorge in Tirol sprach Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg bei der Spatenstichfeier. „Osttirol ist im Bereich Pflege – vor allem auch was die mobilen Dienste betrifft – sehr gut aufgestellt. Im Zuge des Strukturplans Pflege entstehen in Tirol rund 1.200 neue stationäre Pflegebetten, 90 davon hier in Nußdorf-Debant. Ich schätze, dass damit der Bedarf für die nächsten 15 bis 20 Jahre abgedeckt ist“, so der Landesrat. 13,6 Mio. Euro betragen die Gesamtkosten für das Projekt. In der Finanzierung enthalten sind 3,3 Mio. Euro Investitionsbeiträge der Verbandsgemeinden (Bedarfszuweisungen Land), ein Wohnbauförderungsdarlehen in Höhe von 7,4 Mio. Euro und 1,8 Mio. Euro Investitionsförderung des Landes.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger, Visualisierung: Mariacher & Partner ZT KG

13. Mai 2015 um