Kolleg für Sozialpädagogik startet 2016 in Osttirol
Ab September 2016 wird in Osttirol ein Kolleg für Sozialpädagogik angeboten. Der Lehrgang dauert sechs Semester und wird für Berufstätige angeboten.
Bei einer Informationsveranstaltung am Freitag, 17. April 2015, stellten Bildungslandesrätin Dr. Beate Palfrader, Bezirkshauptfrau Dr. Olga Reisner und Mag. Lydia Naschberger-Schober, Direktorin des Instituts für Sozialpädagogik Stams, den Lehrgang, der ab dem Wintersemester 2016 auf Schloss Lengberg in Nikolsdorf angeboten wird, der Öffentlichkeit vor. „Das Kolleg für Sozialpädagogik in Stams hat sehr viel Zulauf. Wir haben auch immer wieder Anfragen aus Osttirol diesen Lehrgang betreffend. Deswegen plant der Landesschulrat, ab September 2016 diese Ausbildung auch im Bezirk Lienz anzubieten“, erklärte die Landesrätin.
Mag. Lydia Naschberger-Schober, Dir. des Instituts für Sozialpädagogik Stams, und LR Dr. Beate Palfrader, amtsführende Präsidentin des Landeschulrates für Tirol, stellten das Kolleg für Sozialpädagogik allen Interessierten in Osttirol vor.
Voraussetzung ist die die abgelegte Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung. Ab kommenden Herbst wird in Kooperation mit dem BFI in Lienz ein Lehrgang zur Vorbereitung auf die Studienberechtigungsprüfung angeboten, um Interessierten ohne Matura den Zugang zum Sozialpädagogik-Kolleg zu ermöglichen. „Es geht beim Berufsbild der Sozialpädagogik darum, Menschen in verschiedenen Lebenssituationen – vor allem auch Krisen- und Übergangssituationen – zu begleiten. Durch die Änderungen in der Struktur der Familien und der Arbeitswelt steigt der Bedarf an SozialpädagogInnen“, betonte Lydia Naschberger-Schober.
Die Einsatzmöglichkeiten von ausgebildeten SozialpädagogInnen seien vielfältig, im Vordergrund stehe die Begleitung von Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderung. „Der Bedarf an SozialpädagogInnen steigt auch, weil die Anzahl von Jugendlichen, die die schulische Tagesbetreuung in Anspruch nehmen, zunimmt. In Zukunft werden wir auch immer mehr FreizeitpädagogInnen brauchen“, so die Landesrätin.
Lydia Naschberger-Schober: „Erfahrungsgemäß haben wir mehr Frauen als Männer, die die Ausbildung absolvieren. Der Anteil der Männer ist aber im Steigen begriffen. Zielgruppe sind Personen, die bereits im Sozialbereich tätig sind oder dort einsteigen wollen.“
Alle BewerberInnen für das Kolleg müssen sich einem Eignungstest unterziehen. „Aus unserer Erfahrung melden sich vor allem Personen an, die schon im sozialen Bereich Erfahrung gesammelt haben und einen Beitrag für ein soziales Miteinander leisten wollen“, berichtete die Direktorin des Instituts für Sozialpädagogik Stams. Der Kurs wird mit 2-tägigen Wochenendseminaren (Freitag und Samstag) alle 14 Tage durchgeführt. Das berufsbegleitende Kolleg dauert sechs Semester und kostet ca. 350 Euro pro Semester.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: apops/fotolia, Osttirol heute/Mühlburger
