Sichern, Versorgen und Aufräumen am wichtigsten
Für die Bezirkseinsatzleitung steht am Montag, 3. Februar 2014, die Koordination von Sicherungs-, Versorgungs- und Aufräumeinsätzen im Vordergrund.
Nach der Stabilisierung der Wetterlage und dem Nachlassen des Schneefalls ist die Bezirkseinsatzleitung am Montag, 3. Februar 2014, vor allem damit beschäftigt, Sicherungs- Versorgungs- und Aufräumeinsätze zu organisieren. „Ein Thema wegen des durchfeuchteten Schnees bleibt das Dachabräumen“, erklärte Bezirkshauptfrau Dr. Olga Reisner am Montagvormittag. Drei Statiker stehen im ganzen Bezirk bereit, um bei gefährdeten Gebäuden Abklärungen zu treffen. Die Bezirkseinsatzleitung reiht die Gebäude, die abgeschöpft werden müssen, je nach Gefahrenlage. „Für das Abschöpfen stehen vier Züge des Bundesheeres mit jeweils 40 Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung“, berichtet die Bezirkseinsatzleiterin. Sie bedauerte am Montagvormittag, dass noch immer kein Flugwetter herrscht. „Sobald sich ein Flugfenster auftut, werden Versorgungsflüge mit Lebensmitteln und medizinischem Gerät durchgeführt“, so Reisner.
Wegen umgestürzter Bäume bleiben die Zufahrt in das Kristeiner Tal und die Asslinger Straße weiterhin gesperrt. Die Aufräumarbeiten sind hier in vollem Gange. „Dass Tirolerinnen und Tiroler in schweren Stunden zusammenhalten, konnte ich bei meinem Besuch in Osttirol überall spüren und erleben – von der Bezirkseinsatzleitung unter der bewährten Führung der Bezirkshauptfrau über das Bundesheer und die Blaulichtorganisationen bis hin zu den vielen Helferinnen und Helfern“, lobte Landeshauptmann Günther Platter den vorbildlichen Katastropheneinsatz. Sein Stellvertreter, Sicherheitsreferent Josef Geisler, hob die funktionierende Infrastruktur und die große Bedeutung der Dorfgemeinschaften in den ländlichen Gebieten hervor. „Als Gemeinde tagelang von der Außenwelt abgeschnitten zu sein heißt, auf sich selbst gestellt alle Probleme des Katastrophenalltags meistern zu müssen. Das funktioniert in Osttirol mit den vielen Mitgliedern der Gemeindeeinsatzleitungen reibungslos“, so Geisler.
In Lavant wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Reithalle wegen der Einsturzgefahr des Daches gesperrt und der Bereich rundherum abgesperrt.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Stadt Lienz, Brunner Images

