Salzburg: Hohe kirchliche Auszeichnung für Jos Pirkner
Heute, 23.1., wurde der 90-jährige Osttiroler Künstler in Salzburg mit dem Silvesterorden, einer der höchsten Auszeichnungen, die die katholische Kirche zu vergeben hat, geehrt.
Der Silvesterorden (lateinisch „Ordo Sancti Silvestri Papae“) ist eine Auszeichnung für Verdienste um die römisch-katholische Kirche und die katholischen Werke. Es ist dies die höchste Auszeichnung des Heiligen Vaters, die dieser in alleiniger Entscheidung an katholische Laien verleiht. Sie geht auf eine Stiftung durch Papst Gregor XVI. im Jahre 1841 zurück und wurde 1905 durch Papst Pius X. erneuert. Das Ehrenzeichen zeigt als achtzackiges Kreuz im Mittelschild das Bild des Papstes Silvester und auf der Rückseite die beiden genannten Daten. Papst Silvester wird wegen seines Eifers für die Kirche und als Botschafter für den Frieden verehrt.
Zur Riege jener auserwählten Persönlichkeiten, die sich „Großkreuz-Ritter“ („Cavaliere di Gran Croce“) des päpstlichen Silvesterordens nennen dürfen, gehört seit heute, 23. Jänner 2018, auch der Osttiroler Künstler Jos Pirkner. Gemeinsam mit vier weiteren um die katholische Kirche verdienten Personen wurde der Doyen der Osttiroler Kunstszene am Vormittag im Kardinal-Schwarzenberg-Haus in Salzburg von Erzbischof Franz Lackner empfangen.
Lackner bedankte sich bei den Ausgezeichneten für das Engagement, das …„jeder und jede von Ihnen auf so großartige und zugleich unterschiedliche Weise gezeigt hat.“ Die Laudatio für den Bildhauer und Maler aus dem Bezirk Lienz hielt Diözesankonservator Roland Kerschbaum. Er meinte, dass Jos Pirkner durch seine Werke der Botschaft des Evangeliums für das 20. und 21. Jahrhundert ein Gesicht gegeben habe. „Die starke Wirkung seiner Gestalten und die unglaubliche Kraft der Figuren zeigen sich besonders bei der Gestaltung von Kreuzen und Gräbern. Der Glaube an die Auferstehung, ebenso die Gegenwart Christi in der Erfahrung der Emmausjünger lassen niemanden unberührt, der Pirkners Werke betrachtet. Er zählt mit seinen Arbeiten zu den bedeutendsten Bildhauern Tirols, seine Altäre und Heiligenfiguren sind in Kirchen auf der ganzen Welt zu sehen.“ Kerschbaum hob hervor, dass Pirkner aktuell etwa das Projekt „Himmelsterrasse“ in der Salzburger Pfarre Mülln unterstütze und sprach ihm auch dafür den Dank der Erzdiözese Salzburg aus.
Osttirol heute gratuliert herzlich zur Auszeichnung!
Text: E. Hilgartner, Fotos: eds, Brunner Images
