Richtung Wochenende soll wieder Schnee kommen

In der Nacht auf Freitag, 24. Jänner, wird es laut Meteorologe Mag. Werner Troger in Osttirol wieder verbreitet schneien. Die Lawinengefahr ist weiter erheblich.

Skifahrer, Skitourengeher, Freerider, Schneeschuhwanderer – in Osttirol finden alle diese Wintersportler aufgrund des vielen Schnees seit Weihnachten traumhafte Bedingungen vor. Auch am kommenden Wochenende soll Frau Holle südlich des Alpenhauptkammes wieder ihre Betten ausschütteln. Meteorologe Mag. Werner Troger von „meteo experts“ glaubt, dass ab Donnerstag die Bewölkung zunimmt und es in der Nacht auf Freitag zu schneien beginnt. „Ich sehe zwar keine großen Schneemengen auf uns zukommen, aber es wird genügen, dass Freitagfrüh Räumfahrzeuge unterwegs sein werden müssen“, meint Troger. Freitagvormittag sollte der Schneefall allmählich abklingen und am Nachmittag ganz aufhören.

Die Prognose für Samstag und Sonntag steht zwar noch auf wackeligen Beinen, was man aber jetzt schon sagen kann ist, dass es kälter werden wird. „Am Samstag werden die Wintersportler den frischen Pulverschnee in vollen Zügen genießen können, wenngleich es von Norden her etwas nach Osttirol hereinstauen könnte“, so der Meteorologe. Für Sonntag geht er derzeit davon aus, dass die Bewölkung von Nordwesten her – also vor allem im Tauernbereich – etwas zunehmen wird. „Während im Norden Osttirols vielleicht ein paar Schneeflocken vom Himmel fallen werden, wird es gegen Süden hin – also im Bereich Lienz, im Lesach-, Drau- und Pustertal – wahrscheinlich immer mehr auflockern“, schätzt Troger.

Die Lawinengefahr schätzt der Lawinenwarndienst Tirol in ganz Osttirol oberhalb von 2 000 Metern als erheblich ein (Stufe 3). Die Hauptgefahr geht dabei von Triebschneeansammlungen aus, die sich am vergangenen Wochenende gebildet haben. Auch unterhalb von etwa 1 800 Metern müsse nicht nur entlang des Alpenhauptkammes mit einzelnen Selbstauslösungen von Nassschnee- und Gleitschneelawinen gerechnet werden.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: © Osttirol heute

 

  

21. Januar 2014 um