Prägraten a.G.: Deutscher Alpinist unverletzt geborgen

Am frühen Sonntag, 26.7., konnte jener 51-jährige Deutsche, der in der Venedigergruppe als vermisst gegolten hatte, unverletzt auf 2.800 Metern Seehöhe geborgen werden.

Der Mann, der gut ausgerüstet war, hatte die Nacht im Freien bei leichten Minusgraden und Schneefall verbracht. Der 51-Jährige war bereits am 22. Juli als Mitglied einer mehrköpfigen deutschen Alpinistengruppe von Prägraten a.Gr. ausgehend zum Defreggerhaus aufgestiegen. Von dort aus hatten die Bergsteiger am 23. Juli den Gipfel des Großvenedigers überschritten und waren anschließend zur Kürsinger Hütte abgestiegen. Am 25. Juli wollten sie schließlich nach der Besteigung der „Gemsspitze” zur Warnsdorfer Hütte weiter, wobei sich aus bisher unbekannten Gründen der 51-jährige Deutsche von der Gruppe trennte. Er machte sich alleine zur Essener-Rostocker-Hütte auf, dürfte sich dabei vermutlich aber in den Felswänden des „Maurerkeeskopfes” in ca. 2.800 Metern Seehöhe verstiegen haben.

Eine erste Suchaktion, begleitet von widrigen Witterungsbedingungen, am Samstagabend, 25.7., blieb erfolglos. Um Mitternacht wurden dann Lichtzeichen am Berg beobachtet, sodass der Polizeihubschrauber heute früh zielgerichtet starten und den Mann bergen konnte. Im Einsatz waren Mitglieder der Bergrettung Prägraten a.G. und Neukirchen a.G. sowie die Alpinpolizei.

Text: Redaktion, Foto: Brunner Images

26. Juli 2015 um