Polizei nahm Lienzer RadlerInnen ins Visier
Am 6. Mai standen die Radfahrer in Lienz im Fokus einer polizeilichen Schwerpunktkontrolle. Ergebnis: 22 Organstrafverfügungen und eine Anzeige.
Aufgrund der Unfallverursachung im vergangenen Jahr und auf Basis der daraus resultierenden Ursachenforschung hatte man sich von Seiten des Bezirkspolizeikommandos und der Polizeiinspektion Lienz für das „Planquadrat Rad“ entschieden und dementsprechend am Dienstag, 6.5., von 9.00 bis 12.00 Uhr und 15.00 bis 18.00 Uhr – innerhalb der eruierten Hauptunfallzeiten – engmaschige Kontrollen im Stadtgebiet durchgeführt. Ein besonderes Augenmerk galt dabei dem Fahrverhalten der RadfahrerInnen, etwa in Hinsicht auf die Missachtung von Fahrverboten, das Nichtanhalten bei Stopptafeln, das Fahren am Gehsteig, das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder das Durchfahren von ampelgeregelten Kreuzungen bei Gelb- oder Rotlicht. Ein falsches Fahrverhalten ist Hauptursache für Verkehrsunfälle mit Personenschäden, an denen RadfahrerInnen beteiligt sind.
Insgesamt mussten die Beamten 21 Organstrafverfügungen nach verschiedensten Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung ausstellen und eine Anzeige (Fahren auf dem Gehsteig) in die Wege leiten. In ihrem Resümee spricht die verantwortliche Behörde von einem überwiegenden Teil von RadfahrerInnen, die verantwortungsbewusst unterwegs waren und sich an die Straßenverkehrsordnung hielten. Eine hohe präventive Wirkung sei durch die mediale Ankündigung erzielt worden. In den Sommermonaten will man weitere Schwerpunktkontrollen im Fahrradverkehr durchführen und richtet jetzt schon einen Appell an alle Radfahrer, sich bei ihren Fahrten auch künftig an den gesetzlichen Vorschriften zu orientieren und vor allem auch Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen.
Text: J. Hilgartner, Foto: thepotter2006-fotolia
