Pole stürzte am Glockner in den Tod

Drei junge Bergsteiger aus Polen gerieten am Nachmittag des Montag, 30.7.2012, in Bergnot. Einer stürzte 500 Meter in den Tod, Bergretter bargen die beiden anderen.

Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachten die drei polnischen Bergsteiger auf der Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruh). Montagfrüh brachen sie auf, um auf den Großglockner zu steigen. Beim Abstieg überquerte der letzte der Gruppe, ein 24-jährige Alpinist aus Warschau – wie seine Vorgänger ungesichert – die Glocknerscharte, verlor auf einer Höhe von rund 3 700 Metern aus unbekannter Ursache das Gleichgewicht und stürzte in die Biwakrinne. Die beiden Polen im Alter von 23 und 24 Jahren wollten noch zu ihrem Bergkameraden absteigen, das schlechte Wetter verhinderte dies aber, sie setzten einen Notruf ab. Zwei Kalser Bergretter stiegen zu den beiden auf und brachten sie in Sicherheit. Der tödlich verletzte Alpinist wurde auf dem Ködnitzkees auf einer Höhe von rund 3 200 Metern gefunden und in weiterer Folge mit dem Akja zu Tal gebracht. Laut Beamten waren die drei polnischen Bergsteiger gut ausgerüstet.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Eintragung ins Nichts/http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

31. Juli 2012 um