Pinzgauer Party-Mundart-Band „Glueboys“ gewinnt „Amadeus Award“

Isaak Kaserer (28), Maximilian Stöckl (28) und Arthur Gobber (29) leben ihren Traum als hauptberufliche Musiker. Mit ihrer Musik sind die inzwischen in Wien lebenden Pinzgauer genauso erfolgreich wie mit ihrem Podcast „Gemeinderatssitzung“.

Mit ihrer Gute-Laune-Musik, ihrem Schmäh und ihrem unverwechselbaren Dialekt sorgen die „Glueboys“ bei Konzerten und auf den Streaming-Plattformen seit Jahren für Furore. „In unseren Texten verarbeiten wir den alltäglichen Wahnsinn – humorvoll und mit einer Prise Satire. Unsere Partymusik soll vor allem gute Laune verbreiten und das geht am besten, wenn sie laut ist“, ist Isaak Kaserer überzeugt. Wie sein Bandkollege Maximilian Stöckl stammt er aus Hollersbach. Arthur Gobber ist ein Piesendorfer. Alle drei haben Studien aus dem Bereich Musik absolviert und betreiben ein Musikstudio in Wien.

„Anfangs war das Ganze nur eine spontane Idee. Wir haben uns zufällig getroffen und wollten einfach gemeinsam musizieren, ohne den Gedanken, dass wir eines Tages davon leben könnten“, erinnert sich Isaak zurück. Hits wie „Baccei Cola“ dürfen mittlerweile auf keiner Party und in keinem Après-Ski-Lokal mehr fehlen. Auf dem Nova Rock und dem Frequency Festival ist das Trio als Einheizer-Band genauso gefragt wie beim „Woodstock der Blasmusik“ oder im berüchtigten Megapark auf Mallorca.

 

Die „Glueboys“ waren die Überraschungssieger beim Austrian Music Award 2025.

 

Die „Glueboys“ sehen sich als Party-Mundart-Band – der Pinzgauer Dialekt ist und bleibt ihr Markenzeichen. „Es gibt in Österreich nur wenige Gruppen, die mit Mundart wirklich erfolgreich sind. Wir möchten den Dialekt auf eine breitere Basis stellen. Mit Mundart kann man seine Gedanken und Emotionen viel freier ausdrücken als auf Hochdeutsch oder in Englisch.“

Seit nunmehr sechs Jahren spielen und singen sich die drei Pinzgauer in die Herzen ihrer Fans. Ihr bisher größter Erfolg bei Wettbewerben war der Sieg beim Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie Electronic/Dance. Die Verleihung fand am 7. März 2025 in der Marx-Halle in Wien statt. „Wir galten mit Harris & Ford oder Klangkarussell unter den weiteren Nominierten eigentlich als Außenseiter. Als wir aufgerufen wurden, konnten wir es kaum glauben“, erinnert sich Isaak an den Tag der Preisverleihung zurück.

 

 

Die „Glueboys” sind aber nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihren Social-Media-Aktivitäten erfolgreich. Um die Bindung zu ihrer Fanbase weiter zu stärken, hat die Band den Podcast „Gemeinderatssitzung“ ins Leben gerufen. „Jeden Mittwoch plaudern wir über unsere Band, unsere Projekte oder einfach nur über Alltägliches. Wie in einer Gemeinderatssitzung wird auch in unserem Podcast allerhand Blödsinn geredet. Er soll wie unsere Musik humorvoll sein und unterhalten.“ 2024 wurden die „Glueboys“ für ihre „Gemeinderatssitzung“ mit dem „Podcast-Newcomer-Award“ ausgezeichnet.

Erfolgreich sind die drei Musiker auch bei ihren Konzerten. Vom 11. bis 18. März 2025 heizten sie ihrem Publikum in Innsbruck, Graz, Linz, Wien und Salzburg ordentlich ein. „Diese Konzerte in den Landeshauptstädten waren bewusst in kleinem Rahmen gehalten, um nahe bei unseren Fans zu sein“, erzählt Isaak. Das nächste Mal gehen die „Glueboys“ vom 11. bis 19. Dezember 2025 mit der „Seidlrallye“ auf Tour. Karten für diese Konzerte sind bereits erhältlich.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Glueboys

09. April 2025 um