Performance mit Besen, Rohren und Kübeln
Im Rohbau der Wohnanlage am Südtiroler Platz veranstaltete die Fa. Frey am Donnerstag gemeinsam mit „kulturkontakt“ einen STOMP-Workshop für Lehrlinge.
Der STOMP-Workshop zählt zu einer Reihe von Projekten, die Angela Frey und Monika Reindl-Sint („kulturkontakt“) im Rahmen der österreichweiten Reihe „K3-Kulturvermittlung von Lehrlingen“ in Osttirol veranstalten. Ziel von K3 ist es, österreichische Lehrlinge, ausgehend von ihrer eigenen Arbeits- und Lebenswirklichkeit, im kommunikativen Austausch mit Kulturschaffenden zu kultureller Eigenaktivität anzustiften.
Der Begriff „STOMP“ geht auf eine britische Percussion-Band zurück, die 1991 erstmals in Brighton auftrat und als Begründer eines neuen Performance-Genres gilt, das inzwischen weltweit zahllose Nachahmer gefunden hat. Eine STOMP-Performance ist szenisch dem Umfeld einer Putzkolonne bzw. von Bauarbeitern entlehnt, d.h. die am Projekt Beteiligten setzen Rhythmen, Bewegungen und Klänge mit Hilfe von Gegenständen wie Besen, Schaufeln oder Kübeln um. Dass bei STOMP vor allem die Kreativität, Experimentierfreudigkeit und Fähigkeit der jungen Menschen, die tägliche Perspektive zu ändern, gefragt ist, bewiesen die Osttiroler Jugendlichen gestern im Rohbau am Südtiroler Platz. Bevor sie um 15.00 Uhr ihre Ideen in einem Mix aus Rhythmus, Trommeln und Bewegungen präsentierten, hatten sie vorher gemeinsam mit der Musikerin und Rhythmuspädagogin Margie Sackl ihre Performance erarbeitet.
Osttirol heute war bei dem außergewöhnlichen Kulturprojekt mit dabei – hier unsere Bilder.
Text: J. Hilgartner, Journal/L. Sulzenbacher
