Osttiroler Günther Steiner berührt in Kino- und TV-Spot von RollOn Austria

Mit der Kampagne „Bin ich dir peinlich?“ hat RollOn Austria eine Initiative gestartet, die tief beeindruckt und so direkt ist, dass sie unter die Haut geht.

Der neue Fernsehspot von RollOn Austria präsentiert vier Menschen, die mit ihrer körperlichen Beeinträchtigung dem Leben die Stirn bieten. Was für andere selbstverständlich zum Leben dazu gehört, ist für die Protagonisten eine große Herausforderung. Mit der Kampagne „Bin ich dir peinlich?“ hat RollOn Austria eine Initiative gestartet, die den Menschen abringt, hinzusehen und hinzuhören und sich eben nicht softer Klischees bedient, sondern zeigt und benennt, was Sache ist.

Der neue Spot von RollOn Austria wird auf der Homepage www.rollon.at gezeigt und in Zukunft auch im Fernsehen, in den Kinos und über die Social-Media-Kanäle. Neben Sabrina, Silke und Stefanie wirkt auch der Osttiroler Günther Steiner im Spot mit.

 

Günther Steiner: „Ich weiß, dass ich anders bin, aber das habe ich mir weder ausgesucht, noch macht es mich weniger wertvoll – nicht weniger mitfühlend und nicht weniger lebensfroh. Es ist eine Diskriminierung und es grenzt an Dummheit, Menschen mit Beeinträchtigung wie ein großes Tabu zu behandeln.“

 

Sabrina ist berufstätige Mutter, Daniel begehrt und liebt den Körper seiner Partnerin. Günther ist ein hoch anerkannter Künstler, Silke Krisenmanagerin und Autorin. Stefanie ist Rechtswissenschaftlerin. Diese Persönlichkeiten stehen stellvertretend für all jene Menschen, denen offensichtlich etwas fehlt und denen man kaum etwas zutraut. Dennoch führen sie alle ein selbstbestimmtes, mitunter turbulentes, oft auch ein schweres und aufregendes, begeisterndes Leben.

Ist uns das peinlich? Sind Menschen mit Behinderung peinlich, weil sie leben, als würde ihnen nichts fehlen? Weil sie lieben und flirten? Weil sie nach Erfolg streben? Weil sie Eltern sind? Weil sie gerne hübsch sind, nicht jammern und ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft sind? Oder sind vielleicht wir ihnen peinlich, weil wir so tun, als würde uns ihre Behinderung nicht interessieren? Weil wir peinlich berührt wegsehen, in ihrer Gegenwart nicht wissen, wie wir uns verhalten sollen?

RollOn Obfrau Marianne Hengl: „Wir wollen nicht Objekte von Barmherzigkeit sein, sondern mit Respekt und Wertschätzung behandelt und unterstützt werden. So wie mich Diskriminierungen ärgern, stört es mich aber auch, wenn behinderte Menschen – einfach nur aufgrund des Umstandes ihrer Behinderung – oft nur von der positiven Seite betrachtet werden. Beeinträchtige Menschen haben gute, aber auch negative Eigenschaften – so wie alle anderen Menschen auch.“

 

Text: Redaktion, Fotos: RollOn Austria

21. März 2022 um