„Osttirol makes her story“: pro mente zeigt Frauen(geschichten) im öffentlichen Raum

Klientinnen des pro mente Zentrums Lienz haben Bilder geschaffen, die zur Auseinandersetzung mit den Themen Frauengesundheit, Geschlechterrollen, psychische Gesundheit und Frauen im öffentlichen Raum anregen.

„Osttirol makes her story – Frauengeschichten im öffentlichen Raum“ nennt sich die Ausstellung, die das Team des pro mente Zentrums Lienz gemeinsam mit Klientinnen geschaffen hat und die am Dienstag, 1. Oktober, am Johannesplatz eröffnet wurde. „Wir wollen mit diesem Projekt persönliche Lebensrealitäten von Frauen im öffentlichen Raum sichtbar, hörbar und vor allem auch spürbar machen“, so Maria Auer, Leiterin des pro mente Zentrum Lienz, einleitend.

pro mente tirol bietet Menschen, die aufgrund einer psychischen Krise oder Erkrankung professionelle Unterstützung und Hilfe brauchen, Beratung, Betreuung und Begleitung an. Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen in den Zentren in Tirol etwa 1.300 Klientinnen und Klienten.

„Der Fokus des Projekts liegt auf den Bedürfnissen der Frauen. Auch z.B. mit unserem Frauen-Erzählcafé und der Frauenwoche, die wir heuer bereits zwei Mal veranstaltet haben, schaffen wir Angebote von Frauen für Frauen und möchten damit für die Themen Frauengesundheit, psychische Gesundheit und Geschlechterrollen sensibilisieren“, erklärte Alexandra Breitegger vom Projektteam.

„Wir haben mit Klientinnen unserer Einrichtung im Rahmen des Projektes therapeutisch nicht nur an den Symptomen gearbeitet, sondern insbesondere auch an Potenzialen und Stärken von Frauen“, so Nina Oberthaler. Ihre Kollegin Nadine Lukasser gab Informationen zu den von den Klientinnen geschaffenen und nun am Johannesplatz ausgestellten Bildern. „Ein Bild beschäftigt sich mit der Drogenproblematik, ein weiteres mit der Stärkung des Selbstwertes von Frauen. Ihre Vorstellung von Sozialisation – also z.B. Schule und Familie – hat eine weitere Klientin in ihr Werk eingearbeitet. Eine Gemeinschaftstafel soll die Botschaft vermitteln: Frau kann alles sein, was sie möchte!”

Hier einige Aussagen der Klientinnen zu ihren Bildern:

„Durch das Malen meiner Erfahrungen auf Papier ergab sich für mich eine erneute Reflexion mit meiner Biografie!“

„Mein Werk soll zeigen, dass ich trotz regelmäßigem Kampf nie aufgeben wollte!“

„Durch mein Bild will ich vermitteln, dass Selbstliebe das Wichtigste im Leben ist!“

Zum Abschluss bedankte sich Maria Auer bei den Klientinnen, ihren Mitarbeiterinnen und insbesondere bei der Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und deren Mitarbeiterin Jasmina Steiner für die ausgezeichnete Zusammenarbeit zur Realisierung der Wanderausstellung.

 

 

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger

01. Oktober 2024 um