OLALA: Zum 25. Mal wird Lienz zur großen Bühne

In der letzten Juliwoche – vom 26. bis 30. Juli – verwandeln 40 Künstlergruppen aus zwölf Nationen die Lienzer Innenstadt wieder in ein großes Freilufttheater.

Schräg, bunt, vielseitig, lustig, poetisch und weltoffen – so präsentiert sich auch das Straßentheaterfestival OLALA, das der Verein Ummi Gummi mit Obmann Hans Mutschlechner heuer bereits zum 25. Mal organisiert. Von 26. bis 30. Juli wird das Lienzer Stadtzentrum wieder zu einem großen Theater. „Klein und mit bescheidenen Mitteln sind wir vor 25 Jahren gestartet. Anfangs wussten wir überhaupt nicht, wohin diese Reise gehen würde“, blickt der Obmann zurück. OLALA gehört heute zu den größten und bekanntesten Straßentheaterfestivals in Europa.

Robert Sochacki aus Polen realisiert großformatige Architekturprojektionen, die das Zwielicht in seiner plastischen und sinnbildlichen Qualität thematisieren. Zwölf Tableaus werden während des Festivals allabendlich nach Einsetzen der Dunkelheit auf der Fassade der Lienzer Sparkasse gezeigt.

Robert Sochacki aus Polen realisiert großformatige Architekturprojektionen, die das Zwielicht in seiner plastischen und sinnbildlichen Qualität thematisieren. Zwölf Tableaus werden während des Festivals allabendlich nach Einsetzen der Dunkelheit auf der Fassade der Lienzer Sparkasse gezeigt.

Die Straßen, Gassen und Plätze verwandeln sich eine Woche lang Tag für Tag in magischer Art und Weise. Gebäude werden zur Kulisse, die Fußgängerzone bekommt ganz andere Funktionen, als jene des Einkaufens und Flanierens, die Stadt füllt sich mit Emotionen, mit Poesie, mit Fröhlichkeit und Leichtigkeit. Heuer sorgen 40 Künstlergruppen aus zwölf Nationen für diese besondere Atmosphäre. Mehr als ein Viertel der eingeladenen Künstlergruppen sind Vertreter des neuen zeitgenössischen Straßenzirkus – die meisten davon stammen aus Frankreich, wo diese Kunstform eine besondere Blüte erlebt.

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Erstes Highlight zur Eröffnung am Dienstagabend ist der Cirque Nouveau mit den französischen Kompanien Barolosolo und Cirque Inextremiste. Am Freitag und Samstag werden im Stadtsaal OLALA Specials geboten und zum Finale Luftakrobaten einen „Garten der Engel“ in den Lienzer Nachthimmel zaubern. Am 28. Juli ist das Straßentheaterfestival zu Gast in Matrei und am 29. Juli in Innichen (jeweils ab 16.00 Uhr). Für das Foto- und Aktionsprojekt „Bodies in urban spaces“ des Österreichers Willi Dorner werden noch Teilnehmer gesucht. Der Mensch ist in diesem Projekt Ausstellungsstück und Lückenfüller. Wenn man Teil dieses Projektes werden will, sollte man sportlich sein und wird in einem dreitägigen Workshop auf die kräfteraubenden Auftritte vorbereitet.

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Zum 2. OLALA Fotowettbewerb lädt das Organisationsteam in Kooperation mit Brunner Images und Footage99-Markus Mayr. Festival Tubes sind wieder um 5 Euro erhältlich, auch Kinder T-Shirts werden zum Verkauf angeboten. „Wir laden mit diesen Aktionen ein, OLALA auch finanziell zu unterstützen. Nur so ist es möglich, das Festival in gewohnter Qualität zu erhalten. Wir brauchen die Unterstützung des Publikums“, so Hans Mutschlechner.

Bei Willi Dorners Kunstaktionen zwängen sich Menschen in öffentliche Nischen, klemmen sich in Türzargen oder werden in Schächten gestapelt. Die Bilder irritieren Alltag und Sehgewohnheiten.

Bei Willi Dorners Kunstaktionen zwängen sich Menschen in öffentliche Nischen, klemmen sich in Türzargen oder werden in Schächten gestapelt. Die Bilder irritieren Alltag und Sehgewohnheiten.

Kartenvorverkauf bei der Lienzer Sparkasse und in der Festivalwoche am OLALA Infostand. Das Programmheft ist gegen einen Unterstützungsbeitrag von 1 Euro bei der Lienzer Sparkasse, Trafik Dobnig, dem Tourismusverband und am Infostand erhältlich.

ddd

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Ummi Gummi, OLALA, Privat, Daniel Michelon