Olala Tag 6: Ausgelassene Festivalstimmung in Lienz

Langeweile hat derzeit in Osttirols Bezirkshauptstadt keine Chance: Das Straßentheaterfestival, das heute und morgen auf seinen Höhepunkt zusteuert, hat Lienz fest im Griff.

Quer durch die Stadt werden fixe Locations bespielt, ein Teil der bunten Gruppen zieht aber auch durch die Straßen und Gassen und sorgt dort dafür, dass die Zuschauer lachen, staunen und träumen können. Wir haben uns gestern, an Tag 6, wieder auf den Weg gemacht – hier die PICS von Hanna Dengg und Philipp Brunner.

 

 

Viel Farbe bringt auch in diesem Jahr die deutsche Stelzentheatertruppe „Oakleaf“, die schon längst zum „Stammpersonal“ von Olala gehört, ins Festivalgeschehen. Poetisch träumerische Figuren auf sprichwörtlich hölzernen Beinen überraschen als Fische, Seepferdchen, Quallen oder Oktopusse und begeistern, immer wieder freundlich winkend, das Olala-Publikum.

 

 

Vor drei Jahren spielte sich der chilenische Clown „Murmuyo“ mit seiner Straßenshow in die Herzen der Olala-Fans. Dass er das Chaos liebt und dieses sehr wohl dort, wo er hinkommt, auch schaffen kann, hat er auch gestern wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

 

 

Der Holländer „Gerald O.“ ist heuer bereits zum 11. Mal bei Olala mit dabei. Bei ihm weiß man nie, wie man dran ist und was man erwarten kann. Fest steht nur, dass sein Unsinn durchaus Sinn macht – nämlich den, Jung und Alt bestens zu unterhalten!

 

 

Absolut sehens- und hörenswert war auch das Einmann-Orchester des spanischen Musikclowns „Fran Cruiz“. Wer erwartet hatte, dass er sich – wie klassische Schlagzeuger – ans Instrument setzt, wurde überrascht: Fran Cruz steht einen Meter davon entfernt und wirft die Trommelstöcke gegen die Trommeln und betätigt mit dem Fuß noch die Bassdrum dazu. Ein Schlagzeug-Solo der besonderen Art!

 

 

Das neun-köpfige Fanfarenensemble „Always Drinking Marching Band“ aus Barcelona – mit den in Schwarz und Gelb gehaltenen Kostümen perfekt zu Olala passend – hat mit seinen unkonventionellen Coverversionen die Stadt erobert. Grenzenlose Spielfreude, kraftvolle Bläsersätze, gewürzt mit so manchem Gag, sorgten für ein unvergessliches Walkabout- und Bühnenerlebnis!

 

 

Eine einmalige Performance bot auch „Jaap Slagman“ aus den Niederlanden. Als „lebendes Bild“ lockte er die Zuschauer an, die er, neugierig um sich blickend, fixierte und sie so vom Betrachter zum Betrachteten machte … Ein großer Spaß!

 

 

Mit seinem ganz außergewöhnlichen „alpenländischen“ Wahnsinn unterhielt gestern der Schweizer „This Maag“. Er präsentierte eine erfrischend anarchische Comedy mit speziellem Schweizer Humor und bezog, zur Begeisterung des Auditoriums, auch einzelne Zuschauer in sein Programm mit ein!

 

Text: A. Hilgartner, Fotos: Brunner Images, Osttirol heute/H. Dengg

27. Juli 2018 um