NP-Tagung zum Thema „Jagd und Jäger in der Kritik?“
Die 16. Wildtiermanagementtagung der Nationalpark Akademie vom 11. bis 12. Oktober setzt sich mit den Spannungsfeldern Jagd und Naturschutz auseinander.
In St. Jakob i. Def. diskutieren Mitte Oktober 2012 Experten und Praktiker über die Jagd und ihr Bild in der Gesellschaft. Auch wenn Spannungsfelder vorgegeben sind, zeigt der Nationalpark Hohe Tauern und die heimische Jägerschaft seit Jahren, wie Naturschutz und Jagd nicht nur nebeneinander bestehen, sondern auch voneinander profitieren können. „Ich erwarte mir im Rahmen der Veranstaltung interessante Diskussionen. Das breite Feld der bisher angemeldeten Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bereichen zeigt, wie groß der Wunsch nach einer Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist“, so der Tiroler Nationalparkdirektor DI Hermann Stotter.
Das Bild der Jagd hat sich insbesondere in den letzten Jahren stark geändert. „Die Jäger befinden sich im Spannungsfeld zwischen Tourismus, Naturschutz, der gesellschaftlichen Akzeptanz und ihren waidmännischen Interessen“, so Stotter. In den letzten Jahren konnten von der Jägerschaft und dem Nationalpark beispielhafte gemeinsame Projekte – wie lebensraumerhaltende Maßnahmen für das Auerwild oder die Wiedereinbürgerung des Bartgeiers – umgesetzt werden. Die Schaffung von Ruhezonen war die Grundvoraussetzung für die internationale Anerkennung des Nationalparks Hohe Tauern.
Interessierte können sich bis 5. Oktober 2012 zur Tagung anmelden: Nationalpark Akademie Hohe Tauern, Kirchplatz 2, 9971 Matrei, Tel: 04875 5112, E-Mail: Nationalparkakademie@hohetauern.at
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: NPHT/Greßmann