Neue Mittelschule: Hohe Kosten, keine Verbesserung
„Laut aktuellem Rechnungshof-Rohbericht ist die Neue Mittelschule die teuerste aller Schulformen“, stellt FPÖ-Nationalrat Mag. Gerald Hauser heute in einer Aussendung fest.
Die Neue Mittelschule habe sich nicht bewährt, so Osttirols einziger Vertreter im Parlament in Wien, und zu einer Nivellierung nach unten geführt. Er trete für die Erhaltung des differenzierten Schulsystems ein. Die angeblichen Erfolge der Neuen Mittelschule könne der Rechnungshof nicht nachvollziehen, sie basierten laut diesem auf unpassenden Vergleichsdaten, die als Grundlage herangezogen wurden. Der Rechnungshof prangere Ineffizienzen, Doppelgleisigkeiten und Zielkonflikte an und kritisiere, dem Ministerium sei es „trotz hoher finanzieller Mittel nicht gelungen, e-Learning an den NMS-Modellversuchen nachhaltig zu etablieren“. Die Modellversuche hätten von 2008 bis 2012 fast 115 Millionen Euro gekostet, die Gesamtumstellung der Hauptschulen auf Neue Mittelschulen verursache bis 2015 Ausgaben in der Höhe von mehr als 230 Millionen Euro. Der Rechnungshof kritisiere weiters, es sei nicht überprüft worden, ob die Neue Mittelschule das bringe, was man sich von ihr verspreche. Die Gymnasien würden laut Rechnungshof finanziell systematisch benachteiligt.
„Die Kinder und Jugendlichen werden derzeit mit viel zu viel Lehrstoff überlastet. Daher müssen die überfüllten Lehrpläne entrümpelt werden, damit zum Üben in der Schule mehr Zeit bleibt“, fordert Hauser. Das sei auch wichtig, weil Eltern immer mehr für Nachhilfe zahlen müssten.
Text: Redaktion, Foto: Expa/Groder