Nationalparkranger im Wildwasser geschult

Zum Thema Notfallmanagement nach Unfällen im Wildwasser schulte die Wasserrettung Lienz angehende Ranger auf Einladung des Nationalparks Hohe Tauern.Im Rahmen der Ausbildung zum Nationalparkranger lud der Nationalpark Hohe Tauern die Wasserrettung Lienz ein, eine Schulung zum Thema Notfallmanagement nach Wildwasser-Unfällen abzuhalten. Am Samstag, 13. April 2013, trafen die Ausbildner Dr. Christian Schneider und Christian Burger auf 24 interessierte und hoch motivierte angehende Nationalparkranger. Zunächst standen die Themen Hydrologie und Strömungslehre auf dem Programm, Christian Schneider gab wertvolle Tipps zur Ersten Hilfe und zur Versorgung von Verunfallten.

Verschiedene Bergemethoden wurden erläutert und geübt, dabei kam auch der Wurfsack zum Einsatz. Direkt am Wasser beschäftigten sich  die Schulungsteilnehmer mit dem „Wasser lesen“, Strudel, Walzen, Kehrwasser und Strömungszunge waren danach keine Fremdwörter mehr. Einige Freiwillige zwängten sich in den Neoprenanzug und erfuhren so das Element Wasser direkt am eigenen Körper. Die trocken gebliebenen Ranger warfen die Wurfsäcke und bestaunten den Mut ihrer Kollegen bei Wat- und Schwimmübungen.

Beim aktiven Üben im Bach wurde nicht nur viel gelernt, sondern es machte auch richtig Spaß.

 

„Wir haben auch darüber diskutiert, im  Rahmen der Praxistage der Nationalparkranger einmal bei richtigem Wildwasser in Kleingruppen schwimmen zu gehen. In Zukunft soll es eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Wasserrettung und Nationalpark geben, denn Natur betrifft uns alle“, so Christian Burger, Wildwasserreferent der Wasserrettung Lienz, am Ende der Schulung.

Dr. Christian Schneider zeigte als Ausbildner das Passive Schwimmen im Wildwasser.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: ÖWR Lienz

16. April 2013 um