MatreierInnen mitten im Wirbelsturm Sandy
Ein Foto mit einem von Sturm Sandy stark beschädigten Haus in New York ging um die Welt – sechs Osttiroler konnten sich in letzter Sekunde aus diesem Gebäude retten.
„Wir waren am Nachmittag alle in der Wohnung in Manhattan, es gab zwar starke Sturmböen, aber wir waren trotzdem ziemlich entspannt“, berichtet die gebürtige Matreierin Barbara Schmölzer von ihren Erlebnissen in New York am Montag, 29. Oktober 2012. Zusammen mit fünf Freunden aus ihrer alten Heimat hatte sie eine Reise nach New York unternommen und geriet mitten in den Wirbelsturm Sandy an der Ostküste der USA. „Ein Nachbar kam und schrie: Wir müssen hier raus“, schildert Schmölzer die dramatischen Erlebnisse. Die sechs flüchteten auf die Straße. „Innerhalb von zwei Minuten, nachdem wir aus dem Haus waren, ist das Gebäude zusammengebrochen. Wir hatten irrsinniges Glück!“, erzählt sie. Die Reisegruppe verbrachte die Nacht von Montag auf Dienstag in einer zu einem Evakuierungszentrum umfunktionierten Turnhalle. Danach flüchteten sie vom Süden Manhattans auf die Upper East Side der Millionen-Metropole, wo es relativ ruhig war. „Wir haben auch wieder Strom“, so Barbara Schmölzer heute, Mittwoch, 31. Oktober. Und weiter: „Es geht uns allen gut, aber das Riesenproblem ist jetzt, dass meine Freunde New York erst am 6. November verlassen können. Ich fliege morgen am Allerheiligen-Tag nach Italien zurück. Gott sei Dank war meine Airline sehr kooperativ, während Airberlin überhaupt nichts unternommen hat, dass die Heimreise der Gruppe aus Matrei früher stattfinden kann.“
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Barbara Schmölzer