Matrei: Lawinenabgang im Goldriedkessel

Wie die Gemeindeeinsatzleitung von Matrei mitteilt, ist heute im Goldriedkessel außerhalb des organisierten Skiraumes von vermutl. dt. Snowboardern eine Lawine ausgelöst worden.

Kurz nach Sitzungsende der Lawinenhauptkommission erreichte den Bürgermeister der Marktgemeinde Matrei i.O., Dr. Andreas Köll, heute die Meldung des Hundeführers Peter Staller aus dem Bereich Goldriedkessel, dass es – außerhalb des organisierten und präparierten Skiraumes im Goldried (in der Nähe der Trasse der 6er-SB Goldried) – zu einem Lawinenunfall mit einer vermutlich deutschen Snowboardergruppe gekommen ist. Die ca. vier bis fünf Snowboarder sind, so der derzeitige Stand der Informationen, unterhalb der Pistenabsperrungen in den freien Schiraum eingefahren und haben dabei ein ca. 20 m breites, ca. 40 bis 50 m langes Schneebrett mit einer Abbruchhöhe von über einem Meter(!) ausgelöst. Das Foto von Peter Staller (siehe oben) zeigt die Mächtigkeit des Abbruches. Offensichtlich konnten die Snowboarder wieder selbst aus dem Lawinenbereich ausfahren und ist es angeblich nicht zu Personenschäden gekommen.

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Alle umfangreich vorgenommenen Lawinensprengungen im Goldried Skigebiet waren zuvor – mit Ausnahme oberhalb des Skiweges Cimaroß – erfolgreich durchgeführt worden bzw. ist es teilweise zu massiven Abgängen gekommen. Das gesamte Skigebiet mit Ausnahme zweier kleinflächiger Skiwegabschnitte im Goldriedkessel ist freigegeben, ebenso wie der zweite Teil der EUB Kals bis zur Adlerlounge. Im gefährdeten Bereich wird außerdem noch versucht, 6 bis 7 m hohe Wächten durch Einzelsprengungen, Pistengeräte und Pistenmitarbeiter zu entschärfen; dieser bleibt aber jedenfalls weiterhin gesperrt. Zwei Lawinenhundeführer bleiben aus Vorsichtsgründen bis morgen Nachmittag noch im Bereich Matrei stationiert, weil man im Bereich des Großglockner-Resorts sowie im freien Skiraum Unfälle durch Variantenfahrer nicht ausschließen kann. Seitens der Gemeindeeinsatzleitung ergeht aus aktuellem Anlass neuerlich eine ausdrückliche Warnung an alle Wintersportler, den organisierten Skiraum nicht zu verlassen!

Text: Redaktion, Fotos: Peter Staller

02. Februar 2014 um