Matrei in Osttirol: Familie Wibmer und ihre Leidenschaft für Musik
Die Freude an der Musik teilt die 20-jährige Kiwanis-Förderpreisgewinnerin Leonie Wibmer mit ihrer Mutter Sonja und den Schwestern Elena (23), Laura (19) und Valentina (12).
Das musikalische Talent wurde den vier Töchtern von Sonja und Martin Wibmer, die in Matrei ein Sportgeschäft betreiben, sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Aufgewachsen in Thurn, spielt Mama Sonja Querflöte und Saxophon. „Mir war es immer schon wichtig, meine Freude an der Musik an unsere Kinder weiterzugeben. Musik ist nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, sondern trägt auch zur Persönlichkeitsentwicklung bei“, erklärt sie.
Sonja wirkt auch bei der BigBand Jazzwecan mit.
Sonja fungiert bei der Musikkapelle Matrei als Obmann-Stellvertreterin. Bei dem traditionsreichen Klangkörper wirken auch Elena, Leonie und Laura mit. Außerdem engagiert sich Sonja seit dem Gründungsjahr 2000 bei der Musikkapelle Thurn, zu deren Musikantinnen auch ihre Töchter Leonie am Saxophon, Laura am Waldhorn und Valentina an der Klarinette zählen.

Elena, die älteste der vier Schwestern, ist am 4. Jänner 2023 selbst Mutter geworden. Ihr Söhnchen heißt Josef. Nach der Matura am Musik-BORG hat sie die Lehre für Einkauf bei der Firma iDM absolviert. „Musik verbindet“, sagt die 23-jährige Saxophonistin, die das gemeinsame Musizieren in der Familie ebenso schätzt wie jenes in der Musikkapelle Matrei.
Leonie spielte beim diesjährigen Neujahrsempfang des Kiwanis Club Lienz auch mit dem Saxophon vor.
Wie ihre Schwestern hat auch Leonie als Kind mit der Blockflöte begonnen. Später kamen Klavier, Gitarre und Saxophon hinzu. „Es war für mich eine große Ehre, dass ich beim Neujahrsempfang des Kiwanis Club mit allen drei Instrumenten vorspielen durfte. Jetzt lerne ich auch noch Cello, weil mir der KIang dieses Instruments so gut gefällt“, berichtet die 20-Jährige, die nach der Matura am Sport-BORG ein Pharmazie-Studium an der Uni Innsbruck begonnen hat.
Am Klavier trug Leonie in brillanter Art und Weise ein Stück von Schubert vor.
Mit dem Impromtu op. 90 No. 4 von Franz Schubert hat Leonie das Publikum beim Neujahrsempfang besonders beeindruckt. „Das Klavier schätze ich als Instrument deshalb so sehr, weil man damit Werke aller Epochen spielen kann. Besonders liebe ich es, Stücke von Chopin zu intonieren. Ich mag aber auch zeitgenössische Musik. Wenn ich Musik höre, um zu entspannen, dann ist es meistens Jazz. Dizzy Gillespie finde ich z.B. besonders cool“, erzählt sie. Für den Förderpreis des Kiwanis Clubs wurde Leonie übrigens von den Verantwortlichen der LMS Matrei-Iseltal vorgeschlagen. Dass es geklappt hat, freut auch ihre Eltern. „Damit wurden der jahrelange Fleiß, das Können und das Talent unserer Tochter anerkannt und belohnt“, so Sonja Wibmer.

Die 19-jährige Laura, die dritte im Bunde der Wibmer-Kinder, spielt mit großer Begeisterung das Waldhorn. Früher galt ihr Interesse auch den Instrumenten Geige und Ziehharmonika. Die Mitgliedschaft bei den Musikkapellen Thurn und Matrei schätzt sie, weil ihr „die Kameradschaft, die Tradition und der Erfahrungsaustausch“ sehr entgegenkommen. „Bei den Kranzltagen und bei Platzkonzerten in Matrei zu spielen, ist genauso schön wie z.B. beim Helenenkirchtag in Thurn mitzuwirken“, ergänzt sie und erzählt, dass sie nach dem Besuch der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz den Beruf der Köchin erlernt hat. Heute übt sie ihre Profession im Familienunternehmen, zu dem auch Gastronomiebetriebe gehören, aus.

Die 12-jährige Valentina ist die jüngste der musikbegeisterten Wibmer-Schwestern. „Ich spiele Klarinette, Oboe und Hackbrett, wobei mir alle drei Instrumente gleichermaßen gut gefallen. Mit dem Hackbrett-Spielen habe ich bereits im Kindergarten begonnen. Heute werde ich in der Musikschule von Leonie Senfter unterrichtet“, erzählt Valentina, die das Bronzene Leistungsabzeichen für das Hackbrett bereits abgelegt hat. Für das Instrument Klarinette bereitet sie sich derzeit auf die Bronze-Prüfung vor.

„Uns ist es ein großes Anliegen, unsere Töchter in ihrer Begeisterung für die Musik zu unterstützen und zu fördern, wo wir nur können. Wenngleich mein Mann Martin kein Instrument spielt, investiert er doch viel Zeit in das Familien-Hobby, indem er uns zu Musikstunden, Konzerten und Aufführungen fährt. Ohne ihn wäre dies alles in dieser Form nicht möglich“, ist es Sonja Wibmer abschließend wichtig zu betonen.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Elias Bachmann