Matrei: Asylwerber im Einsatz für die Natur
Der Nationalpark Hohe Tauern bietet Asylwerbern die Möglichkeit, für den Naturschutz zu arbeiten und dabei Menschen und Landschaft besser kennen zu lernen.
Im Rahmen des Projektes „Der Nationalpark bekommt Asyl – Verbindung von Potenzialen“ waren am Montag, 17. August 2015, in Prägraten untergebrachte Asylwerber im Wald unterhalb der Zunigalm unterwegs, um dort zu arbeiten. Ziel des Naturschutzprojektes ist es, dem ursprünglichen Weidewald wieder mehr Licht zukommen zu lassen. Es soll sich wieder der typische Unterwuchs bilden und durch Lichtungen auch wieder ein besserer Lebensraum für das Auerwild entstehen.
In den vergangenen Jahren arbeiteten die Volontäre des Nationalparks bei diesem Projekt mit, heuer waren in Osttirol untergebrachte Asylwerber – also Menschen aus dem Irak, Pakistan, dem Jemen, Somalia oder Marokko – im Einsatz. Landesrätin Dr. Christine Baur zeigte sich vor Ort begeistert von diesem Projekt und dem Einsatz der Asylwerber: „Es ist erfreulich, mit welch lachenden Gesichtern sie diese Arbeit machen.“ Auch Nationalparkdirektor DI Hermann Stotter sieht in dem Projekt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. „Die Asylwerber sind mit ihrer Arbeitsleistung dort im Einsatz, wo wir im Nationalpark Hilfe benötigen. Dabei treten sie in Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung und lernen Land und Leute sowie die Sprache kennen. Ein gelungenes Integrationsprojekt, das der gegenseitigen Wertschätzung dient.“
Derzeit arbeiten acht Asylwerber aus Prägraten am Großvenediger für dieses Projekt. In den vergangenen Wochen waren auch Asylwerber aus Lienz für den Nationalpark Hohe Tauern im Einsatz.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: NPHT/Jurgeit