Mathematik-Zentralmatura am BG/BRG Lienz
Das Gymnasium Lienz nimmt heute, 9.5.2014, – im Reigen von österreichweit 28 AHS und 20 BHS – am Schulversuch zur Mathematik-Zentralmatura teil.
Prof. Mag. Alois Girstmair berichtet, dass es sich heute um die erste Zentralmatura am BG/BRG Lienz handelt und dass die verteilten Testhefte des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) in Osttirol vollständig eingelangt sind. Girstmair: „Über das Ergebnis lässt sich derzeit natürlich noch nichts sagen, nur so viel: Die SchülerInnen haben den ersten Teil der Zentralmatura, bei dem es um Grundkompetenzen geht, als lösbar beurteilt. Der zweite Teil mit dem Fokus auf vertiefende Beispiele ist jedoch der schwierigere, wir werden sehen!“
Die Zentralmatura und das Vorgehen von Bifie und zuständiger Ministerin waren in den letzten Tagen österreichweit erneut in die Kritik geraten, hatte doch das Bifie – entgegen früherer Angaben – den Wert für die positive Beurteilung einer Zentralmaturaarbeit in Englisch plötzlich von 60 Prozent auf 63 Prozent angehoben. „Eine sachlich nicht nachvollziehbare Verschärfung“, kritisierten betroffene Schüler und Lehrer. Tirols oberster AHS-Gewerkschafter Karl Digruber sprach in diesem Zusammenhang sogar von einem Skandal. „Es kann nicht sein, dass jahrelang bei Schularbeiten die 60 Prozent gelten und dann ausgerechnet bei der Matura nicht mehr.“ Es gehe schließlich um die Berechenbarkeit von Schule und Notengebung. Schüler hätten ein Recht, vor einer Prüfung den Notenschlüssel zu kennen. Auch entspreche es nicht der Wahrheit, dass die Schulen rechtzeitig informiert worden seien.
Text: Redaktion, Foto: BG/BRG Lienz/Girstmair
