Markanter Anstieg der Lawinengefahr in Osttirol
Achtung Wintersportler: Durch den Nordföhneinfluss südlich des Alpenhauptkammes steigt die Lawinengefahr am Wochenende in Osttirol stark an.
„Die Lawinengefahr ist im Norden und Osten des Landes Tirol aufgrund der Niederschläge und des starken bis stürmischen Windes angestiegen und muss häufig schon als erheblich eingestuft werden“, meldet der Lawinenwarndienst Tirol heute Freitag, 4. Jänner, 7.30 Uhr. Unterhalb der Waldgrenze sei die Gefahr meist noch mäßig, in schneearmen Gebieten vereinzelt auch noch gering. Im Tagesverlauf erwarten die Experten dann einen weiteren Anstieg auch in tiefen und mittleren Höhenlagen. Sowohl in den Osttiroler Tauern als auch in Zentral-Osttirol und den Lienzer Dolomiten wurde die Lawinengefahr bereits Freitagfrüh auf Stufe 3 (erheblich) gesetzt. Das Hauptproblem stellen frische Triebschneeansammlungen dar. Diese sind oberhalb der Waldgrenze spröde und somit leicht durch geringe Zusatzbelastung zu stören.
In den Zillertaler Alpen und den Osttiroler Tauern sind während der Nachtstunden im schattigen, sehr steilen Gelände oberhalb etwa 2 300 m spontane Lawinenabgänge zu erwarten. Für den Wintersportler heißt es, frischem Triebschnee in sehr steilem Gelände konsequent auszuweichen und weiterhin sehr steiles, schattiges Gelände oberhalb etwa 2 300 m möglichst zu meiden.
Die allgemeine Wetterlage beschreibt die ZAMG-Wetterdienststelle Innsbruck so: Zwischen einem ausgeprägten Hoch mit Kern bei der Iberischen Halbinsel und Tiefdruckeinfluss über Nordosteuropa liegen die Alpen in einer kräftigen, eher feuchten Nordwestströmung. Die Alpensüdseite ist unter Nordföhneinfluss deutlich begünstigt.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Andrea Schett