„Man weiß an Weihnachten nie, wie es kommt“
Sie sind rund um die Uhr für die Menschen da, und das auch an Weihnachten: die Einsatzkräfte der Polizei, die auf eine ruhige Zeit hoffen, aber mit allem rechnen.
Harald Sporer ist Gruppeninspektor in der Polizeiinspektion Lienz und vorwiegend im Kriminaldienst in ganz Osttirol im Einsatz. Von der Spurensicherung bis zur Bearbeitung von Suchtgiftdelikten steht bei ihm vielerlei Ernstes auf der Tagesordnung. Am 24. Dezember hat Harald Sporer schon öfter seinen Dienst verrichtet, heuer wird er erstmals 24 Stunden lang tätig sein: „Mein Dienst beginnt um 8.00 Uhr früh und endet erst am 25. Dezember um 8.00 Uhr.“ Die Polizeiinspektion am Lienzer Hauptplatz ist in diesen Stunden mit vier Beamten, zwei davon im Außendienst, besetzt.
Die Familie zuhause zeigt viel Verständnis: „Wenn es die Situation erlaubt, komme ich kurz zum Essen heim“, so der sympathische Polizeibeamte. Für ihn ist der Dienst am Heiligen Abend ein ganz normaler, wenn auch die Stimmung vielleicht etwas besinnlicher ist, räumt Sporer ein. „Man weiß nie, was kommt“, so der Gruppeninspektor, „bisher ist während meiner Weihnachtsdienste nie etwas passiert. Aber wenn wir gerufen werden, sind wir natürlich voll im Einsatz!“
Text und Foto: Judith Goritschnig