Kulturaustausch: Lienzer Sängerbund 1860 wirbt in Frankreich für Osttirol
Im Rahmen des EU-Förderprojektes „Kreativität und Kunst“ reisten die Lienzer Sänger in das Bergdorf Albas im Südosten Frankreichs und warben dort für ihren Heimatbezirk.
Delegationen aus drei Ländern, aus Erfurt in Deutschland, Albas in Frankreich und Lienz in Österreich, vereinbarten, im Rahmen des EU-Förderprojekts „Kreativität und Kunst“ hinter die Kulissen des künstlerischen Schaffens mit verschiedensten Materialien zu schauen und in einem Kulturaustausch-Projekt den Besuch von Ateliers in diesen drei Ländern zu organisieren.
Eine Abordnung des Lienzer Sängerbundes 1860 reiste in der letzten Oktoberwoche 2021 zum ersten Austragungsort dieses EU-Förderprojektes, in das Bergdorf Albas im Südosten Frankreichs. In dessen Umgebung haben international bekannte Künstler, nämlich Robert Cros, Felix Valdelièvre und Bob Morse, ihre Ateliers für die künstlerische Arbeit mit Metall eingerichtet und gewährten den Projektteilnehmern aus den drei Ländern Einblick in ihre kunstvolle Schaffensweise.
Die Projektplanung mit den Verantwortlichen aus den drei Ländern fand im Sommer 2021 in Erfurt statt. Schwerpunktmäßig wurde die Fokussierung auf die künstlerische Arbeit mit den Werkstoffen Metall, Holz und Email sowie der Zeitplan vereinbart. Mit den Worten „Über die Brücke der Kunst findet Europa am besten zu einer gemeinsamen nachthaltig wirkenden Identität“ verabschiedete die Projekt-Gesamtleiterin Rita Thieme aus Erfurt die Gäste der Kick-off-Veranstaltung.
Die Beteiligung des Lienzer Sängerbundes an diesem Projekt bereichert die landesübergreifende Kulturaustausch-Zusammenarbeit um eine weitere künstlerische Dimension. „Wir Sänger aus Lienz bringen eine neue künstlerische Note durch unseren Gesang in das EU-Förderprogramm Erasmus+ ein. Mit kirchlichen und weltlichen Liedern aus Tirol und Kärnten werben wir für unsere Heimat Osttirol“, betonte der Osttiroler Projektleiter Hannes Kofler.
Großzügige Unterstützung erhielt das Doppel-Terzett aus Lienz vom Obmann des Osttiroler Tourismusverbandes, Franz Theurl, der für die Dauer der einwöchigen Reise nach Frankreich einen Kleinbus zur Verfügung stellte. Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik stattete die Delegation aus Lienz mit Gastgeschenken zur feierliche Überreichung an die Projektverantwortlichen am Austragungsort aus. Das Große Buch der Stadt Lienz, gewidmet von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, erhielt die Projekt-Gesamtleiterin Rita Thieme von Johann Stotter, Obmann des Lienzer Sängerbundes, mit freuderfüllten und anerkennenden Dankesworten für ihre Initiative und aufwändige Projektvorbereitung überreicht.
In der letzten Aprilwoche 2022 ist Lienz der Veranstaltungsort für den Kulturaustausch. Der Besuch von Ateliers in Osttirol ist geplant, ebenso auch die Beteiligung des gesamten Chors des Lienzer Sängerbundes 1860 am Veranstaltungsprogramm. Im Oktober 2022 lädt Rita Thieme die Projektteilnehmer aus Frankreich und Österreich zum dritten und letzten Teil des Kulturaustausch-Projektes nach Thüringen ein.
Text: Reaktion, Foto: Lienzer Sängerbund 1860
