Austausch zwischen Lienz und Jönköping
15 ExpertInnen aus Schweden informierten sich im Rahmen des Projektes „Making Cities Resilient“ vergangene Woche in Lienz über Zivilschutz und Katastrophenmanagement.
Die Stadt Lienz vertritt Österreich als sogenanntes „Role-Model“ in der Kampagne „Making Cities Resilient“, das im Jahre 2010 von den Vereinten Nationen initiiert wurde. In diesem Rahmen informierten sich vergangene Woche 15 ExpertenInnen aus der Stadt Jönköping in Lienz über Konzepte, Strategien und Maßnahmen des kommunalen Risikomanagements. Unterstützt von Führungskräften der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz Tirol und Mitarbeitern des Innsbrucker Forschungs- und Entwicklungszentrums alpS absolvierten die Gäste aus Schweden ein dreitägiges Fachprogramm in Osttirol.
Im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches standen verschiedenen Zugänge und Strategien von Risikomanagementsystemen in Österreich und Schweden. HR DI Harald Haider und DI Walter Hopfgartner vom Baubezirksamt Lienz stellten Hochwasserschutzmaßnahmen an der Isel vor. Bei der Dolomitenhütte zeigten Lienzer Bergretter die Rettungskette bei Lawinenunglücken.
Die ExpertInnen aus Schweden interessierte neben den Alarmierungs- und Einsatzkoordinationseinrichtungen der Feuerwehr und dem Risikomanagement in der Stadt Lienz vor allem auch der Umstand, dass hier im Unterschied zu Schweden der Zivil- und Katastrophenschutz überwiegend von freiwilligen Rettungs- und Hilfsorganisationen geleistet und getragen wird. Organisiert wurde der Erfahrungsaustausch von der Abteilung Umwelt- und Zivilschutz der Stadt Lienz, Martin Presslaber und Mag. (FH) Oskar Januschke. Mittlerweile unterstützen weltweit 1 298 Städte die UN-Kampagne, 2011 wurden die Stadt Lienz und das Land Tirol für ihre Vorbildrollen im Risikomanagement und in der Katastrophenvorsorge ausgezeichnet.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Martin Presslaber, Stadt Lienz