Lienz/St. Johann im Walde: Barbara Wibmer feierte ihren Hunderter
Ihren 100. Geburtstag feierte die „Stoana Warbe”, wie sie von vielen genannt wird, im Wohn- und Pflegeheim Lienz, wo sie seit Dezember 2021 lebt.
Zahlreiche Gratulantinnen und Gratulanten stellten sich am Donnerstag, 16. Feber, im Wohn- und Pflegeheim Lienz ein, um mit Barbara Wibmer ihren Hunderter zu feiern – unter ihnen die Lienzer Bgm. Elisabeth Blanik, der St. Johanner Bgm. Franz Gollner, Pfarrer Wieslaw Wesolowski, Pfarrgemeinderats-Obmann Alois Holzer sowie Verwandte aus St. Johann im Walde. Auch das Pflegepersonal und Franz Webhofer, Leiter der Osttiroler Wohn- und Pflegeheime, gratulierten.
Am 16. Feber 1923 wurde Barbara Wibmer als eines von 14 Kindern von Paulina und Andrä Wibmer in Oberleibnig geboren. Durch mehrere Schicksalsschläge verlor sie schon früh ihre Eltern und alle Geschwister. Den weiten Schulweg von Oberleibnig nach St. Johann musste sie zu Fuß gehen und schon als Kind auf Hof und Feld mitarbeiten.
Die Stoana Warbe blieb kinderlos. Ihren Ausgleich fand sie in vielen Patenschaften und in der Natur. Sie liebte es, Preiselbeeren, Heidelbeeren und Pilze zu sammeln, und in dem von ihr liebevoll gepflegten Garten wuchsen viele Kräuter und Blumen. Bis spät in die Nacht hat sie oft Socken gestrickt und Kleidung genäht.
Barbara war durch ihre lebensfrohe, lustige Art und ihre Talente in vielen Bereichen gefragt. Sie war Häuserin bei Pontiller und Roßbacher, als Pfarrköchin half sie in Aldrans aus. Viele Jahre war sie im Gastgewerbe tätig – unter anderem im Lucknerhaus und auf der Lucknerhütte, im Sonnenhof und auf der Schoberhütte.
Durch ihr hohes Alter und die damit verbundene Verschlechterung des Allgemeinzustandes konnte die häusliche Pflege zuhause nicht mehr gewährleistet werden, und so übersiedelte sie am 28. Dezember 2021 in das Wohn- und Pflegeheim Lienz. „Warbe konnte durch ihre offene Persönlichkeit schnell Kontakte knüpfen und sich bei uns im Heim einleben. Wir wünschen ihr viel Gesundheit und noch viele schöne Jahre”, so Franz Webhofer.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger