Lienz/Gaimberg: Amanda Duchan feierte ihren „Hunderter”

Ihren 100. Geburtstag feierte Amanda Duchan am 16. Juni 2022 – am Vormittag im Wohn- und Pflegeheim Lienz und am Nachmittag im Kreise ihrer Familie in Gaimberg.

Am Vormittag stellte sich im Wohn- und Pflegeheim Verbandsobfrau LA Bgm. Elisabeth Blanik als Gratulantin ein. Die Jubilarin freute sich sehr darüber, da sie mit der Lienzer Bürgermeisterin eine langjährige familiäre Freundschaft verbindet. Bei der Feier im Kreise der Familie am Nachmittag in Gaimberg wurde Amanda Duchan mit einem Ständchen vom Trompetenduo ihres Enkels Mario Mayr und dessen Sohn Clemens überrascht.

Geboren wurde Amanda Duchan als drittes Kind von Margarete und Hermann Duchan am 16.6.1922 in Lienz. Ihre ältere Schwester Rita verschlug es nach der Heirat mit einem Bäckermeister nach Kössen. Ihr Bruder Armin wurde Bauingenieur und blieb in Lienz bzw. Gaimberg. Amanda wuchs in Lienz in der Alleestraße auf und blieb ihrer Heimatstadt ebenfalls treu.

Nach einer kargen Kindheit und Jugendzeit wurde sie im 2. Weltkrieg in den Arbeitsdienst und anschließend in den Kriegsdienst einberufen und diente bei der FLAK (Flugabwehrkanone) als Beleuchterin an den großen Scheinwerfern. Nach dem Krieg kehrte sie wieder nach Lienz zurück, wo sie als alleinstehende Frau nach verschiedenen Arbeitsstellen schließlich ihre Berufung als Akustikfachfrau bei der Firma „Viennatone Hörgeräte“ fand. Dort war sie mit Herz und Seele bis zu ihrer Pensionierung tätig.

Mit 60 Jahren begann für sie eine etwas ruhigere Zeit. Sie genoss ihre Freiheit und den zu ihrer Wohnung gehörenden Garten. Auch Sommerurlauben am Meer und längeren Aufenthalten in Kössen war sie nicht abgeneigt. Viele Sonntagnachmittage und Familienfeiern verbrachte sie, und tut es bis jetzt, bei ihrer Nichte Ricarda Mayr am Gaimberg, für deren Familie sie nicht nur die Großtante, sondern eher eine Art Oma ist.

Mit 85 Jahren entschied sie, ihren letzten Lebensabschnitt nicht mehr in ihrer Wohnung im 1. Stock eines Mehrfamilienhauses, sondern im Wohn- und Pflegeheim Lienz zu verbringen. Hier hatte sie großes Glück. Trotz sehr gutem geistigen und körperlichen Zustand erhielt sie schon nach kurzer Wartezeit eine Zusage. Seitdem erfreut sie sich ihres kleinen, aber feinen Zimmers mit Balkon im 4. Stock des Heimes.

Von Beginn an nahm sie im Heim an etlichen Veranstaltungen und Programmen teil und bereute keinen einzigen Tag, dass sie sich zu diesem Schritt entschlossen hatte. Auch am Tag ihres 100. Geburtstages erfreute sie sich, abgesehen von einigen altersbedingten Wehwehchen, zufriedenstellender körperlicher und geistiger Gesundheit.

 

Text: Redaktion/Ricarda Mayr, Foto: Wohn- und Pflegeheim Lienz

17. Juni 2022 um