Leuchtende Berggipfel in Kartitsch

Prächtige Berg- und Häuserbeleuchtung am Samstagabend, 28.6., in Kartitsch aus Anlass des Herz-Jesu-Festes und des 50-jährigen Priesterjubiläums von Pater Florian Wiedemayr.

Der bis heute tirolweit verbreitete Brauch der Herz-Jesu-Feuer ließ am Samstagabend auch viele Berge im Bezirk Lienz hell aufleuchten. Am Vorabend des Herz-Jesu-Festes zogen tausende Einzelfeuer in Form überwiegend christlicher Symbole die Blicke der Menschen auf sich. Der Ursprung des Brauchtums reicht weit in die Tiroler Geschichte zurück, als Bergfeuer noch eine der wenigen Möglichkeiten darstellten, mit entfernten Landsleuten zu kommunizieren. Auch den Landsturm im Zuge der Tiroler Freiheitskämpfe hatte man mit Signalfeuern auf den Gipfeln einberufen. Im Zusammenhang mit dem Herz-Jesu-Gelöbnis, dessen Ursprung in den Kriegswirren des Jahres 1796 liegt, als man auf Vorschlag des Stamser Abtes und angesichts des drohenden Krieges das Land Tirol dem „Herzen Jesu“ anvertraute, um so um besonderen göttlichen Beistand zu bitten, nahmen die Bergfeuer einen rein religiösen Charakter an. Als die Tiroler um Andreas Hofer überraschend gegen die Franzosen und Bayern siegten, wurde der Herz-Jesu-Sonntag zum hohen Feiertag und die Bergfeuer zur Tradition.

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In der Osttiroler Gemeinde Kartitsch beging man an diesem Wochenende das Herz-Jesu-Fest aus Anlass des 50-jährigen Priesterjubiläums von Salesianerpater Dr. Florian Wiedemayr mit besonders prächtigen Bergfeuern und einer wunderschönen Häuserbeleuchtung mit vielen Fensterbildern und Leuchtzeichen. Rund um Kartitsch brannten rund 3 000 Einzelfeuer auf Berghängen und -kämmen. Zum Festprogramm gehörten auch eine Priesterandacht, eine Filmvorführung und ein Konzert der MK Kartitsch am Samstagabend. Am Sonntag, 29.6., fand um 8.30 Uhr der Empfang von Pater Florian Wiedemayr statt. Um 9.00 Uhr zelebrierte  man die hl. Messe, um schließlich mit der Herz-Jesu-Prozession durch den Ort zu ziehen. Mit einer Agape am Gemeindeplatz klang das Fest gemütlich aus.

Philipp Brunner fotografierte für uns die „brennenden“ Berge rund um Kartitsch und das stimmungsvoll erleuchtete Ortsbild. Hier seine Pics zum Durcklicken.

Text: E. Hilgartner, Fotos: Brunner Images

29. Juni 2014 um