Die Lawinensituation ist äußerst kritisch

Der Lawinenwarndienst Tirol erwartet, dass mittelgroße, vereinzelt auch große Lawinen von selbst abgehen. Patrick Nairz warnt auch vor Schneebrett- und Gleitschneelawinen.

„Wir erwarten heute viele mittelgroße, vereinzelt auch große Lawinen, die von selbst abgehen“, so DI Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol am Freitagvormittag, 31. Jänner 2014. Betroffen seien neben Osttirol auch die südlichen Stubaier Alpen, wo ebenfalls starke Neuschneemengen zu verzeichnen sind. „In Osttirol hat es heute Früh bereits 85 Zentimeter geschneit, in den südlichen Stubaier Alpen bis zu 60 Zentimeter. Bis zum Sonntag werden in den Hauptniederschlagsgebieten noch bis zu 1,5 Meter Neuschnee erwartet. Deshalb ist vermehrt mit großen Lawinenabgängen zu rechnen“, so Nairz.

Trockene Schneebrettlawinen könnten aus allen Hangrichtungen brechen, vermehrt auch aus steilen, windabgewandten Einzugsgebieten im Sektor West über Nord bis Ost oberhalb der Waldgrenze. In tiefen und mittleren Lagen könnte zudem in Osttirol aus allen Hangrichtungen Schnee auf steilen Wiesenhängen in Form von Gleitschneelawinen abgehen. „In den Regionen entlang des Alpenhauptkamms sind Lawinenauslösungen bei großem Neuschneezuwachs durchaus auch in bodennahen, lockeren Schichten möglich“, warnt der Lawinenexperte.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images

31. Januar 2014 um