Kritische Lawinensituation – teilweise Gefahrenstufe 4

Die Lawinengefahr in den Tourengebieten bleibt kritisch – in den Hohen Tauern wurde oberhalb von 2.000 Metern Seehöhe sogar Gefahrenstufe 4 (große Gefahr) ausgegeben.

„Die Osterwoche wird die gefährlichste Lawinenwoche dieses Winters werden. Bis zum Wochenende können im Gebirge bis zu 1,5 Meter Neuschnee hinzukommen“, warnte Dr. Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol am Montag. Die Lawinengefahr ist in ganz Tirol erheblich (Stufe 3), oberhalb von 2.000 Metern wurde in den Hohen Tauern, am Arlberg und im Außerfern, in den westlichen Nordalpen, im Gebiet Silvretta/Samnaun sowie in den Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Alpen inzwischen sogar Stufe 4 (groß) ausgegeben. „Im Hochgebirge sind vor allem frische Triebschneeansammlungen sehr störanfällig und können schon durch geringe Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden. Die Gefahrenstellen liegen in steilen Hängen aller Richtungen“, erklärt Rudi Mair. Lawinen ließen sich vor allen an der Schichtgrenze zwischen Neuschneedecke und Triebschnee leicht auslösen.

Unterhalb von etwa 2.000 Metern sei durch den Regen und den damit verbundenen Festigkeitsverlust der Schneedecke mit Selbstauslösungen von Nassschnee- und Gleitschneelawinen zu rechnen. In einigen Gebieten wurde in der Wochenmitte die kritische Neuschneemenge überschritten. Dort ist mit erhöhter Lawinenaktivität zu rechnen. Vereinzelt könnten Lawinen auch exponierte Verkehrswege und Hüttenzustiege gefährden. Außerhalb gesicherter Pisten ist deshalb größte Vorsicht geboten. Die Möglichkeiten für Skitouren und Variantenfahrten sind durch die kritische Lawinensituation stark eingeschränkt.

Text: Raimund Mühlburger, Symbolfoto: Brunner

30. März 2015 um