Land Tirol schreibt die Flugrettung neu aus

Am 10.2. legte das nationale Forschungs- und Planungsinstitut für das Gesundheitswesen die Bedarfsschätzung für die Flugrettung vor. Das Land will im Frühsommer 2015 ausschreiben.

Den drei zuständigen Mitgliedern der Landesregierung präsentierte das nationale Forschungs- und Planungsinstitut für das Gesundheitswesen, die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), im Rahmen einer Bedarfsschätzung unterschiedliche Szenarien für das Flugrettungswesen bis zum Jahr 2020 in Tirol. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg sowie LH-Stv. Josef Geisler, zuständig für die Leitstelle Tirol, und LH-Stv. Ingrid Felipe, zuständig für das Luftfahrtsrecht, gaben anschließend bekannt: „Die Vorbereitungen zur Ausschreibung der Flugrettung in Tirol gehen planmäßig weiter. Die Bedarfsschätzung der GÖG ist nun eine wichtige Basis, um die Flugrettung gut weiter zu entwickeln. Ziel ist, die hohe Versorgungsqualität zu erhalten und die Einsätze landesweit innerhalb einer Hilfsfrist von 15 Minuten zu ermöglichen.“ LR Bernhard Tilg bekräftigte die Notwendigkeit, die medizinische Versorgung im Tourismusland Tirol auf allerhöchstem Niveau zu halten und stets zu verbessern. „Als Tourismusland Nummer eins sind wir verpflichtet, hohe Versorgungsstandards für unsere Bevölkerung und zahlreichen Gäste sicherzustellen und hier besser zu sein als andere Regionen.“ Die europaweite Ausschreibung wird, so die Landespolitiker, im Frühjahr 2015 erfolgen. Neben der ganzjährigen Grundversorgung sollen saisonale Notarzthubschrauber den Notwendigkeiten des Tourismuslandes Tirol gerecht werden. Auch sollen Finanzierungsmechanismen von den saisonalen hin zu den ganzjährigen Grundversorgungssystemen – wie im vorliegenden Bundesrechnungshofbericht empfohlen – umgesetzt werden. „Nachdem künftig auch die Zeiten für die Bereitstellung der Notarzthubschrauber verbindlich festgelegt werden sollen, liegen die Bereitschaftszeiten nicht mehr im Ermessen der Flugrettungsbetreiber. Damit erreichen wir auch gegenüber dem bisherigen System eine wesentliche Qualitätsverbesserung“, so der für die Leitstelle Tirol und daher für die Alarmierung zuständige LH-Stv. Josef Geisler.

LH-Stv. Josef Geisler, LH-Stv. Ingrid Felipe und LR Bernhard Tilg (v. li.) bei der Flugrettungssitzung am 10.02. im Landhaus.

LH-Stv. Josef Geisler, LH-Stv. Ingrid Felipe und LR Bernhard Tilg (v. li.) bei der Flugrettungssitzung am 10.02. im Landhaus.

Mit einer Vergabe der Flugrettung kann nach vorliegenden Informationen frühestens Ende 2015 gerechnet werden. Dies hängt auch davon ab, ob es Einsprüche unterlegener Bewerber gibt. Zwei Bietergemeinschaften (ÖAMTC mit Partnern wie Wucher oder Schenk und Roy Knaus mit internationalen Partnern) scheinen derzeit wahrscheinlich.

Text: Redaktion, Fotos: Brunner Images/Land Tirol/Schwarz

11. Februar 2015 um