Land Tirol ehrte Freiwillige für Unwetter-Einsatz im Oktober 2018
Stellvertretend an 42 Einsatzkräfte überreichte LH Günther Platter in Kals a.Gr. Urkunden mit „Dank und Anerkennung” für den engagierten Einsatz bei der Unwetterkatastrophe.
2.100 Hektar Wald wurden Ende Oktober des vergangenen Jahres in Osttirol stark beschädigt. Hauptbetroffen waren die Gemeinden Kals am Großglockner, Dölsach, Innervillgraten, Außervillgraten, Untertilliach und Obertilliach. Die Niederschläge führten zum größten Hochwasserereignis seit den Katastrophen 1965 und 1966. Allein an der Drau entstanden auf einer Länge von 25 Kilometern teils schwere Schäden. 15 Mio. Euro wird allein die Aufarbeitung der Sturmschäden im Osttiroler Wald kosten, 27 Mio. Euro müssen im Zuge von Projekten der Wildbach- und Lawinenverbauung in technische Maßnahmen investiert werden, damit der langristige Schutz für Siedlungen, Verkehrswege und Infrastruktureinrichtungen gewährleistet ist.
Auch Markus Pflanzl, stv. Leiter der Wasserrettung Osttirol, wurde geehrt.
Im Johann-Stüdl-Saal in Kals überreichten LH Günther Platter und LH-Stv. Josef Geisler am Donnerstag, 27. Juni, Urkunden mit „Dank und Anerkennung” stellvertretend an 42 Einsatzkräfte. 38 Feuerwehren mit 650 Freiwilligen waren Ende Oktober 2018 im gesamten Bezirk im Dauereinsatz, ebenso das Bundesheer, Blaulichtorganisationen, das Baubezirksamt, die Wildbach- und Lawinenverbauung und die TINETZ. Insgesamt bilanzierte man mit 1.400 Personen, die innerhalb von 48 Stunden im Dauereinsatz gestanden sind.
Das Land Tirol bedankte sich auch bei Major Reinhard Ratzberger vom Kommando des Hochgebirgsjägerbataillons 24.
„In Tirol spürt man gerade in Katastrophensituationen eine unglaubliche Solidarität. Das zeigt sich allein schon in der großen Zahl an ehrenamtlichen Mitgliedern bei der Feuerwehr, dem Roten Kreuz, bei der Berg- und Wasserrettung. Was wäre Tirol ohne diese vielen Freiwilligen, die ihre Freizeit in den Dienst des Nächsten stellen”, würdigte Günther Platter die Leistungen der Einsatzkräfte.
Text: Redaktion, Fotos: Land Tirol/Die Fotografen

