Kulturlandschaft im Fokus: „Virgen – Jenseits der Zeit“

Im Zentrum von Virgen öffnet Anfang Juni eine neue NP-Ausstellung: Virger Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart erzählen über die Entstehung der Virger Kulturlandschaft.

Die Ausstellung stellt die einzigartige Landschaft rund um das „sonnige Plätzchen“ Virgen in den Mittelpunkt. Sie hat viele spannende Geschichten zu erzählen: von Menschen, die die Gunst des Tales schätzen, hier leben und ihre Umgebung nach menschlichen Maßstäben gestalten. Doch wer waren und sind diese Menschen, die unsere Kulturlandschaft seit Jahrtausenden prägen und formen? Die Nationalparkausstellung versammelt dazu – jenseits der Zeit – sieben, zum Teil fiktive Virger Persönlichkeiten aus drei Jahrtausenden. Sie erzählen ihre persönliche Geschichte rund um das „sonnige Plätzchen“ Virgen – von den Anfängen menschlicher Besiedlung bis in die Jetztzeit.

Besucher der Ausstellung begegnen also sieben Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart, die über ihr Tal berichten und wie es sich darin so lebt(e). Zu diesen Erzählern gehören unter anderem Tauran, der Bergknappe aus Welzelach, der um das Jahr 500 vor Christus in Virgen lebte; das Burgfräulein Ursula von Schloss Rabenstein aus dem 15. Jahrhundert, die moderne Nationalpark-Rangerin Ruth oder auch der Nebenerwerbslandwirt Franz aus dem 20. Jahrhundert. Das Nußdorfer Unternehmen Revital Integrative Naturplanung GmbH ist ebenso wie „HolzArt & Design“ von Manfred Kanzian und „Grafik Dapra“ Teil des Projektteams rund um Projekt-Leiter Peter Gruber vom Nationalpark Hohe Tauern. Aus den Motiven und Schicksalen dieser Geschichtenerzähler lernen die Besucher – unterstützt durch großformatige Fotowände, Schaustücke und interaktive Elemente – die Vielschichtigkeit der Virger Kulturlandschaft kennen. Wandertipps laden die Leute zu den eindrucksvollsten Plätzen des Tales, damit sie Virgen und den Nationalpark Hohe Tauern auch in der Natur von seiner schönsten Seite erleben. Und genau das soll auch das langfristige Ziel dieser Ausstellung sein: Vor allem Gäste aller Altersstufen zum bewussteren Wahrnehmen der Kulturlandschaft und des Nationalparks Hohe Tauern zu animieren. Um dies noch zusätzlich zu unterstreichen, wird jedem Erzähler der Ausstellung ein Wandertipp zugeordnet. Außerdem möchte der Nationalpark Hohe Tauern mit diesem neuesten Projekt sein Netz an lokalen Dauerausstellungen erweitern. Die Zirbenausstellung in St. Jakob ist bisher die letzte und aktuellste der vom Nationalpark Hohe Tauern organisierten Dauerausstellungen.

Text: Redaktion, Foto: Nationalpark Hohe Tauern/Asslaber

19. Mai 2015 um